Dienstag, 12. Februar 2019

Travel 02/2019 - Kuba 2019

Jeepsafari auf Kuba Teil 1

Ein 850 Jahre alter "heiliger" Wunschbaum
Nun, wo wir in Kuba mal angereist waren, schaut man sich dann auch was vom Land an. Es ist ja nicht so, dass man 11 Stunden fliegt und dann nur am Strand rum hullert. So ein Strandtag ist eine feine Sache, keine Frage, aber Kuba ist ein sehr faszinierendes Land und da sollte man sich zumindest im Rahmen von Ausflügen mal etwas ansehen.

In diesem Fall war es erst einmal eine Jeepsafari. Das darf man sich aber nicht als Fahrt in den Urwald vorstellen. Es ging vielmehr darum, dass der Tourist einen Jeep selber fahren durfte. In der Kolonne und immer dem Reiseleiter hinterher. - In diesem Fall hatten wir aber Glück, dass wir die einzigsten Deutschen in der Gruppe waren. Somit hatten wir eine eigene Reiseleitung, für zwei Personen, brauchten nicht selber fahren und haben trotzdem eine ganze Menge gesehen.
Als Safari war in diesem Fall zu verstehen, dass wir halt auch Feldwege gefahren sind. Das war schon Safari, wenn man an die Löcher und schlammigen Pfützen denkt. - Aber so ist man dann eben auch ins kubanische Hinterland gekommen. In Gegendenden, in die man als Tourist jetzt nicht unbedingt von sich aus fahren würde. Ursprüngliche und ehrliche Dörfer und kleinere Städte haben wir gesehen. Wo Leute leben, die mit dem Toursimus nichts am Hut haben. Wo sie eben von ganz normalen Jobs leben müssen.

Ruinen aus der Sklavenzeit
Hier mussten die Sklaven miteinander Babys bekommen...
Erst hatten wir einen Bauernhof, der sich auf Kaffee spezialisiert hatte. Hier haben wir Kaffeepflanzen gesehen und Überbleibsel, also Ruinen von Häusern, die zur Sklavenzeit genutzt wurden. Unter anderem war da auch die Ruine von einem Haus, in dem die männlichen Sklaven, die gut und widerstandsfähig waren, mit den weiblichen Sklaven schlafen mussten, damit man günstig an neue Sklaven gekommen ist.
Außerdem stand da noch ein 850 Jahre alter Baum. - Hier gab es den Brauch, dass man drei mal um den Baum herum laufen musste und dann drei mal an den Stamm klopfen sollte. Was man sich bei diesem Ritual gewünscht hat, sollte in Erfüllung gehen. (Ich habe mir allerdings nichts gewünscht, weil ich in dem Moment wunschlos glücklich war.)
Anschließend konnte man den farmeigenen Kaffee noch verkosten. Und ich muss sagen, dass der mal mega lecker war. Auf jeden Fall besser als der Muckefuck im Hotel. Und wenn die da Bohnen gehabt hätten, hätten wir doch glatt ein Kilo gekauft und mit nach Hause genommen.
Anschließend hat uns der Farmbesitzer noch in sein Wohnhaus schauen lassen. Er konnte kein Englisch und wir kein Spanisch. Aber irgendwie hat die Kommunikation dann doch funktioniert.

Weiter mit diesem tollen Tag, geht es dann im nächsten Kapitel...

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