Samstag, 21. April 2018

Claire Legrand - "Das Haus der verschwundenen Kinder"

Claire Legrand
"Das Haus der verschwundenen Kinder"
Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN: 9-783-641-12275-1
Seiten: 212

Ich habe im Bestand der Bibliothek meines Vertrauens noch einem ganz bestimmten Buch gesucht. Das gesuchte Buch gab es nicht. Das hier wurde mir allerdings als Alternative angezeigt.
Zu spät habe ich festgestellt, dass es ein Jugendbuch ist. Und dann hatte es nicht einmal den gewünschten Unterhaltungswert.

Der Unterschied zum Vorgängerbuch hätte nicht krasser sein können. Erst ein knallhartes Schicksal und dann ein Jugendbuch. Wobei ich nicht auf dem Schirm hatte, dass es ein solches ist, als ich es auf meinen SuB setzte.
Von der Aufmachung her, hat es erst einmal mit Liebe zum Detail geglänzt. Ornamente mit eingearbeiteten Kapitelnummern waren am Anfang eines jeden. Und auch die Schrift war kein Standard und ein ganzes Stück größer, als normal. So sollten die 212 Seiten keine große Herausforderung sein. - Dachte ich.
Die Art zu erzählen, hat mich nicht mitgenommen. von den Worten ging keinerlei Faszination für mich aus. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, kann es ruhig aufregender geschrieben sein. Hier jedoch, gab es nur diesen einen Handlungsstrang. Der war dann auch noch gekünstelt verschachtelt beschrieben und es fehlte ihm an Tiefe. Beim Lesen hatte ich keine Bilder vor meinem geistigen Auge. - Zu keiner Zeit war ich wirklich in der Handlung drin. Die ganzen 212 Seiten habe ich nur gelesen, um sie eben gelesen zu haben.
Die Protagonistin war mir die ganze Zeit über nicht wirklich sympathisch. Das Mädchen war nichts weiter als eine Streberin, die glaubte, ihr gehört die Welt.
Auch das ominöse Kinderheim war nicht wirklich geheimnisvoll. Zu früh war offensichtlich, dass da was nicht stimmt.
Die Szenen, die gruselig sein sollten, die waren für meinen Geschmack zu übertrieben. Trotz Jugendbuchpreis kann ich mir nicht vorstellen, dass "Kinder" das toll finden.
Bilder sollten das geschriebene Wort wohl auflockern. Doch auch mit denen konnte ich nicht wirklich etwas anfangen. Zum einen waren sie nur schwarzweiß, und zum anderen auch mehr Karikaturen, als ernsthafte Illustrationen.
Man kann also sagen, dass das Buch nicht gerade ein Burner war. - Wie kann man so einer Schreibe nur einen Preis verleihen? Wo ist der Geschmack bitte hin?

Als Bewertung bekommt das Buch von mir nur 2 von 5 möglichen Sternen. Der Schreibe hat wirklich alles gefehlt, was ein gutes Buch aus macht. Im Prinzip ist es schade um die Idee. Denn die war eigentlich toll. Das hätte mysteriös und spannend werden können, war es am Ende dann aber nicht.
Ablenkungen waren beim Lesen immer willkommen. Die Story hat mich so gar nicht gelockt. Deswegen habe ich schon relativ lang für die paar Seiten gebraucht.
Nein, ich kann und will dieses Buch nicht empfehlen. Da gibt es bessere Stories, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Lasst die Hände davon! Trotzdem gibt es wieder eine Leseprobe auf meiner Website.

Wir lesen uns!

(Auszüge des des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von"TanteGhost" zu finden.)