Freitag, 16. Februar 2018

Tinga Horny - „Die verschenkte Tochter“

ISBN: 9-783-404-60850-8

Der Titel.... der hat echt interessant geklungen. Zumal man ein Kind ja auch eigentlich nicht einfach so verschenken kann...
Auf jeden Fall hat sich alles unter der Lektüre aufgeklärt. Kurz und interessant, auf jeden Fall.

Ich habe schon öfter mal gehört, dass adoptiere Kinder irgendwann das Bedürfnis haben, ihre leiblichen Eltern kennen zu lernen. Es gibt ja auch genügend Fernsehformate zu diesem Thema. - Dass es sich in dem Fall um dieses Thema handelt, habe ich erst durch den Klappentext erfahren. Der Titel hat mich auf das Buch aufmerksam werden lassen. Ich fand den interessant.
Interessant war der Stoff in jedem Fall. Das war auch der Grund, dass ich dieses Buch so schnell durch hatte. Ein weiterer Punkt war auch, dass der Reader gerade einmal 157 Seiten anzeigte. Im Grunde genommen nur ein kleiner Happen zwischendurch.
Die Kapitalaufteilung hätte es im Grund nicht gebraucht. Besondere Überschriften hatten die ja nicht. Ich denke mal, dass die Autorin ihren Lesern Hilfestellung für eventuelle Unterbrechungen geben wollte. Aber da hätten auch einfache Absätze gereicht. Es hatte ja nur diesen einen Handlungsstrang.
Die Autorin hat anfangs kühl, fast emotionslos von ihrem Leben berichtet. Die Tatsache mit der Adoption landet irgendwann, wie nebenbei, in der Handlung.
Das Empfinden eines Stigmas kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Eltern haben das Thema schließlich einfach unter den Tisch geschwiegen. Eigentlich auch nicht die feine englische Art.
Emotionaler und auch interessanter wird es, als die Suche zum Erfolg geführt hat. Der Leser erfährt etwas über Sitten und Gebräuche in der damaligen Zeit. Mir ging zumindest ein Licht auf, warum der weibliche Säugling verschenkt wurde.
Als Pflichtlektüre würde ich das Buch nicht einstufen. Es ist aber auch kein Fehler, wenn msn es gelesen hat.

Mit der Punktebewertung tue ich mich in diesem Fall etwas schwer. Das Thema mit der Adoption ist nichts Fremdes. Die Eltern sind falsch damit umgegangen, meiner Meinung nach. Aber das war es dann auch schon.
Für dieses Buch spricht die Tatsache, dass ein adoptiertes Kind mal von der Suche berichtet. Von den Hindernissen, die Behörden gern mal in den Weg legen.
Ich würde sagen, ich gebe 4 von 5 möglichen Sternen. Es ist zwar keine Weltliteratur, aber auf gewisse Art und Weise lohnt es sich schon, dieses Buch mal zu lesen.
Auf meiner Website gibt es, wie gewohnt, wieder eine Leseprobe.

Wir lesen uns!

(Auszüge des des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von"TanteGhost" zu finden.)