Mittwoch, 7. Februar 2018

Robert A. Heinlein - „Der Zeitsprung“

ISBN: 9-783-453-31627-0

Der Zeitsprung an sich hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Meiner Meinung nach gibt es zu wenig Lektüre mit diesem Thema. Und da ich hiermit mal wieder etwas gefunden hat, musste es auch gleich auf den SuB.

Es geht schnell und direkt rein in die Handlung. Der Autor hält sich nicht lang auf mit irgendwelchen Erklärungen. Auf diese Weise ist das Tempo gleich angenehm und nicht langweilig. Ort und Menschen lernt man so auch gleich viel besser kennen. Weil man eben auch gleich mitbekommt, wer welche Eigenheiten hat.
Der Vater kam mir am Anfang schon leicht abgedreht vor. Und die Mutter gehört wohl eher in eine Entzugsklinik. Aber das passt in die Handlung. Nur diese verschrobene Ader des Vaters hat sie am Ende überleben lassen.
Die Handlung spielt in einem recht engen Zeitramen. Aber langweilig ist es trozdem nicht. Zum einen passiert immer eine ganze Menge, und zum anderen tragen die Dialoge auch viel zur Handlung bei.
Der Autor hat es recht geschickt angestellt, dass die Leute die unterschiedlichsten Charaktereigenschaft haben. Das spitzt die Lage noch zu und erhöht die Spannung. Die versoffene Mutter, zum Beispiel, hat mich als Leser schon total angenervt. Die schien den Ernst der Lage nicht kapiert zu haben. Oder die eine Tochter, die durch und durch Stadtkind ist, mit mit Ekel an falschen Stellen auszeichnet. - Die Handlung fördert bei den Charakteren genau die Allüren des so genannten modernen Menschen zu Tage.
Alles war recht einfach beschrieben. Leicht verständlich hatte ich einen farbenprächtigen Film vor meinem geistigen Auge. - Als Feierabendlektüre ist dieses Buch bestens geeignet, da alles mit einfachen Worten beschrieben wurde. Den Rest haben die Dialoge zum Verständnis beigetragen. Trotzdem sie teilweise vom Hundertsten ins Tausendste geführt haben, passten sie gut und sinnvoll in die Handlung.
Den Namen des Autors hatte ich schon einmal gehört. Bewusst etwas von ihm gelesen habe ich allerdings noch nicht. - Wobei in diesem Fall die Covergestaltung schon irreführend ist. Denn vom Bild her habe ich SkyFi erwartet. Bekommen habe ich am Ende aber mehr so eine Art Abenteuergeschichte. Ein Grund mehr für mich, nach diesem Autor mal etwas gezielter zu suchen. Vielleicht stoße ich ja auf noch mehr solcher Überraschungen.
Ein krasser Schnitt war dann ab dem Zeitpunkt, als die Familie aufgegriffen wurde. Es stellte sich heraus, dass die Menschheit nicht ausgestorben war, sondern sie nur auf quasi naturbelassenem Land gelandet waren. Es war wie eine neue Geschichte, in der Geschichte. Ich habe auch SkiFy noch bekommen. Wenn auch nicht hoch technisiert, sondern komplett anders sortiert.
Die Entwicklung der Charaktere bleibt dem Ursprung aber treu. Die Familie entfernt sich voneinander, aber eben glaubhaft. Jeder auf seine eigenes Wohl bedacht.
Ich bin überzeugt von Buch und Autor. Gern mehr von ihm.

Das Buch war anders als erwartet. Deswegen aber nicht gleich schlechter als gedacht. Eigentlich hat es mich ganz gut unterhalten. Dieser krasse Cut so ziemlich in er Mitte, hat dem Autor Stoff geliefert und alles noch einen Tacken interessanter gemacht.
Als Bewertung bekommt das Buch von mir die vollen 5 Sterne. Es hat mich angenehm überrascht, gut Unterhalten und mich auch gut Abstand von der Realität bekommen lassen. Das war gut.
Eine Leseprobe findet sich wieder auf meiner Website. Wer also Interesse hat...

(Auszüge des des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von"TanteGhost" zu finden.)