Samstag, 3. Februar 2018

Arbeit



Ein weiterer Tagesausflug im Jahr 2013 ging ins Frauengefängnis Hoheneck. Die damlalige "Schreckensburg" ist heute eine Mahn- und Gedenkstätte. Sie kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Allerdings muss man sich vorher anmelden, weil kein regulärer Museumsbetrieb statt findet. - Die in den nächsten Tagen folgenden Bilder sollen einen Eindruck vermitteln, was ich an diesem Tag real und vor meinem geistigen Auge gesehen habe.
Ob es nun Privileg oder Strafe war, hier arbeiten zu "dürfen" mag jeder für sich selber entscheiden. Fakt ist jedenfalls, dass man rund um die Uhr gearbeitet hat. Die Frauen haben hier Sachen hergestellt, die dann in den Westen exportiert wurden. Unter anderem Bettwäsche und Feinstrumpfhosen. In der DDR so genannte Bückware, wenn man überhaupt dran kam und dann wurde es unter den erbärmlichsten Bedingungen hergestellt.
Es brachte eine gewisse Abwechslung in den Alltag, sicher doch, aber es war auch eine enorme Belastung. Dazu lagen die Produktionsstätten noch direkt unter dem quasi gar nicht isolierten Dach. Es war trocken, das war es dann aber auch schon. Aber sommerliche Hitze oder winterliche Kälte waren direkt zu spüren.

Die Bilder entstanden am 31.08.2013