Mittwoch, 10. Januar 2018

Hanna Schott - „Steppenkinder“

ISBN: 9-783-765-54099-8

Ich habe ursprünglich nach dem 2. Buch der weißen Massai gesucht. Dabei habe ich dieses Werk gefunden. Logischerweise bin ich dann auch mit vollkommen falschen Erwartungen ran gegangen. Am Ende jedoch, bereue ich die Lektüre nicht. Kurz zwar, aber mit einem bleibenden Eindruck.

Bei diesem Buch bin ich einem Irrtum aufgesessen. Ich glaubte nämlich, dass es die Fortsetzung von „Die weiße Massai“ wäre. Dem war zwar am Ende nicht so, aber das Buch war am Ende dann doch so interessant, dass ich es innerhalb eines verregneten Sonntag Nachmittags gelesen hatte.
Erst einmal konnte ich mit dem Aufbau des Buches nicht wirklich etwas anfangen. Erst wurde da etwas von einer Schuleröffnung geschrieben und im nächsten Kapitel ging es um die christliche Missionen in Afrika. So lang, bis mir dämmert, dass eben diese deutsche Missionsschwester berichtet. Sie erzählt vom wirklichen Leben der Massai. Was sie teilweise durch machen, wenn sie Christ werden und was die Vereinigung der beiden Kulturen für einen Spagat bedeutet.
Die Einzelschicksale, welche hier erzählt wurden, gingen mir ganz schön an die Nieren. Besonders die Mädchen haben in diesem Land zu leiden. Da geschehen Dinge, von denen man sich als freie Frau überhaupt keine Vorstellung macht.
Als ich dann drin war, in Stil und Aufbau des Buches, hat es sich locker und entspannt lesen lassen. Sofern man bei dem Stoff von Entspannung reden kann.
Auf jeden Fall habe ich alles leicht verstanden. Alles war flüssig beschrieben und irgendwie war es an keiner Stelle langweilig. Die afrikanischen begriffe und Ausdrucksweisen wurden zwar erklärt, aber nötig war das nicht. Ich konnte mir immer wider gut selber zusammen reimen, was gemeint war.
Der Text wurde immer mal wieder aufgelockert durch Bilder. Die Personen, von denen die Rede war, waren abgebildet. - Die Bilder trugen nicht zur Handlung bei, waren aber irgendwie eine nette Abwechslung.
Mit seinen 135 Seiten ist das Buch nicht gerade dick. Gerade mal einen Nachmittag hat es gebraucht, da war es auch schon wieder ausgelesen. Trotzdem hallt die Story noch eine Weile nach. Der Text geht stellenweise bis unter die Haut und hat mich bis in meine Träume verfolgt. - Auch wenn es nicht das erwartete Buch war, hat sich das Lesen trotzdem gelohnt.

Als Bewertung bekommt das Buch die vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Es war kurzweilig und hochgradig interessant. Gute Bücher müssen eben nicht zwangsläufig auch dick sein.
Auf jeden Fall hat es auf meiner Website wieder eine Leseprobe. Aber ich kann das Buch auch so mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen.

Wir lesen uns!

(Auszüge des des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von"TanteGhost" zu finden.)