Donnerstag, 1. Juni 2017

Ken Follelett - „Eisfieber“

ISBN: 9-783-404-15668-9

Allein dieses Zeichen auf dem Cover... Für mich bedeutet das "Biogefährdung". Und um genau das sollte es in diesem Buch gehen.
Der Rest vom Cover war einfach nur bräunlich und enthielt die Informationen, welche für ein Buchcover üblich sind.
Ich hatte lang kein Werk mehr von Ken Follett und habe mich gleich in die Lektüre gestürzt.
Gefunden habe ich das Buch übrigens beim Stöbern in der Onlinebibliothek.

Ein junger Laborassistent erkrankt an einem super gefährlichen Virus, welches wenig erforscht aus dem Labor entwendet wurde. In diesem Fall jedoch kann eine größere Katastrophe abgewendet werden. Viel schlimmer ist der in der Weihnachtsnacht folgende Einbruch in das Labor. - Könnten diese beiden Fälle in einem Zusammenhang stehen? 
Es handelt sich auf jeden Fall um das selbe Virus. Jemand hat es darauf abgesehen, da er eine Epidemie auslösen will.
Die Sicherheitschefin dieses Labors, eine ehemalige Polizistin, setzt Himmel und Hölle in Bewegung. Sie will die Katastrophe und auch ein Familiendrama verhindern.

Gleich zu Beginn geht es voll in die Handlung rein. Das Virus is verschwunden und die Chefin des Labors macht gleich die totale Panik.
Das stellt sich allerdings als genau richtig heraus, denn der Laborassistent liegt in seinem Geräteschuppen blutig im sterben. - Blut in rauen Mengen. Der Stoff, aus dem spannende Stories sind.
Nach diesem Vorfall jedoch, fällt die Story etwas ab. Ich habe eine blutige Epidemie erwartet, aber so weit lässt es der Autor nicht kommen. Viel mehr arbeitet er mit der unterschwelligen Bedrohung einer solchen. Ich bin mehr als einmal vor Schreck zusammen gezuckt, wenn die absoluten Leien mit dem Virus so lachs umgegangen sind.
Auch diese skrupellose Verbohrtheit des Sohnes - einfach nur unglaublich, wie borniert so ein Geldsacksohn sein kann. Eine ziemlich nette Idee war auch die eingeflochtene Jugendliebe. Fast nebenbei bekommt der Leser mit, wie ein Junge und ein Mädchen das zarte Pflänzchen der Liebe für sich entdecken. Und dann diese harte Prüfung, durch die die jungen Leute müssen... Bis auf eine kleine Flaute habe ich das Buch förmlich gefressen. Immer und immer wieder gab es einen Anreiz, dass die Katastrophe doch noch verhindert werden kann. Dass sich das Blatt noch wendet und die Gerechtigkeit siegt. Aber dann wurde es immer wieder zunichte gemacht. Einfach nur total spannend, das alles.
Auch vom Verständnis her war alles super. Man bekommt kein Fachchinesisch um die Ohren gehauen und auch Otto Normalverbraucher hat hier die pure Spannung und das totale Lesevergnügen.
Es war wirklich alles vorhanden, was ein gutes Buch braucht. Spannung auf mehreren Ebenen, Liebe jeden Alters und dann die gewisse Portion Dummheit, die den Gangstern das Genick bricht und die Polizei gewinnen lässt.
Herr Follett versteht sein Handwerk einfach nur. Keine Ahnung, wie ich diesen Mann so lang keine Beachtung schenken konnte.

Das Buch wird von mir auf jeden Fall mit 5 von 5 möglichen Sternen bewertet. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt und habe die Lektüre zu keinem Zeitpunkt bereut.
Für alle Interessierten gibt es wieder eine Leseprobe auf meiner Website.

Wir lesen uns!

(Auszüge des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von "TanteGhost" zu finden.)