Montag, 26. Juni 2017

Andreas Eschbach - „Teufelsgold“

ISBN: 9-783-785-72568-9

Andreas Eschenbach ist ein Autor, zu dem ich immer wieder zurück kehre. Irgendetwas fasziniert mich an seiner Art zu schreiben.
Mit "Teufelsgold" habe ich eine ganze Weile gebraucht, bis ich da rein gekommen war und verstanden habe, wo die Story hin soll. Bis dahin hat es sich nur sehr zögerlich gelesen. Aber am Ende habe ich es dann gefressen.

Die Jagd nach Reichtum und ewiger Jugend ist so alt wie die Legende vom Stein der Weißen. Und genau um diesen Stein dreht es sich in dem Buch.
Hendrik Busske wird von seinen Chef dazu ausersehen, ein Seminar zu halten. Er traut sich zunächst nicht recht ran, aber dann läuft es richtig super. So super, dass es in ihm den Wunsch weckt, sich selbständig zu machen. Ein Buch welches er in einem Antiquariat klaut, bringt ihn auf seinen Weg.
Hendrik wird erfolgreich. Er ist Familienvater und auf dem Papier sogar ein Schlossbesitzer. Da holt ihn die seltsame Geschichte um das Teufelsgold und den Stein der Weißen wieder ein.
Er strebt nun nach ganz anderen Zielen. Er will unsterblich werden. Dafür schickt er Frau und Kind zum Teufel und schließt sich einer Gruppe neuzeitlicher Alchimisten an, nur um am Ende doch wieder aus einem Traum aufzuwachen.

Am Anfang hat sich die Story wie Kaugummi gezogen. Zwar war da erst einmal das Highlight mit dem alten Buch, doch zur Handlung hat das erst einmal wenig bis gar nichts beigetragen. Das kam dann alles erst später. So nach und nach und doch auch sehr zögerlich. Aber ab dann habe ich förmlich an der Handlung geklebt. Ich konnte nicht mehr davon lassen und Dank eines Krankenhausaufenthaltes hatte ich es dann auch gut durch.
Über die Art zu schreiben, bin ich immer dann gestolpert, wenn die alten Schriftstücke ins Spiel kamen. Die Menschen haben sich damals aber auch sowas von verquer ausgedrückt, dass das nur in langen Schachtelsätzen passieren konnte. Ich möchte nicht wissen, wie lang damals dann so eine Talkrunde unter Frauen gedauert hat.
Ansonsten hätte ich aber keinerlei Verständnisprobleme, was den Text angeht. Zwar hat mir das Kopfkino etwas gefehlt, aber man kann ja auch nicht alles haben.
Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt. Das Buch war dann gerade zum Ende hin sehr spannend und ich bereue die Lektüre auf keinen Fall. Allein die Story hat schon einen von meinen ganz persönlichen Oskars verdient.

Auf jeden Fall bekommt das Buch von mir die vollen 5 von 5 möglichen Punkten. Es war, wie man so schön sagt, ein Volltreffer.
Für alle interessierten gibt es wieder eine Leseprobe auf meiner Website.

Wir lesen uns!

(Auszügedes Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von"TanteGhost" zu finden.)