Montag, 20. März 2017

Thomas A. Barron - "Merlin und die Flügel der Freiheit"

ISBN: 9-783-423-70734-3

Wieder ein Stück Geschichte die erzählt, wie Merlin zu dem wurde, der er in späteren Erzählungen ist.
Und wieder blickte mich auf dem Cover dieser junge Mann an, wo ich mich weigere, ihn als Merlin zu sehen. Merlin hat Brandnarben. Und er wird nicht müde, zu erwähnen, wie es zu diesen gekommen ist. Warum wird er also auf dem Cover so unversehrt dargestellt? Versteh ich nich.
Er trägt jedenfalls den Galator. Es muss am Ende also Merlin sein, da es wohl das Ende der Geschichte zeigt.

Merlin könnte sich an das ruhige Leben auf Fincayra gewöhnen. Er genießt die Zeit und die Liebe mit Hallia und ahnt nichts Böses, als Dagda mit ihm Kontakt aufnimmt. Es hätte so eine schöne Nacht werden können, doch Merlin bekommt den Auftrag Fincayra zu retten. Nicht nur er wird erneut durch Rhia Gawr bedroht, sondern mit ihm ganz Fincayra.
Merlin kann diesen Kampf nicht allein durchstehen. Er braucht die Hilfe so vieler Fincayrer, wie nur irgend möglich. Die ersten Verbündeten, seine Schwester und Hallia, schickt er direkt los, um um Hilfe zu bitten.
Er selber macht sich auf den Weg zu Urnalda. Die Zwergenkönigin wäre mit ihrem Volk eine große Hilfe. - Doch die lässt ihn eiskalt abblitzen.
Statt dessen ist Merlin gezwungen, einen ganzen Haufen Kinder zu retten. Der Töten hat es auf sie abgesehen. Aber der Töter entpuppt sich am Ende als ein alter Bekannter.
Merlin Gerät einmal mehr in ein gewaltiges Abenteuer. Er lernt dazu, wächst über sich hinaus, verliert Freunde und hat am Ende doch ein großartiges Werk vollbracht.

Es war wieder so typisch geschrieben, dass ich gleich mit dem ersten Satz wieder komplett in der Handlung drin war. Ich habe mich an die Ich-Erzählung gewöhnt und finde es inzwischen auch ganz gut so. Es macht alles so glaubhaft und hat mich mitunter vergessen lassen, dass es sich hier wirklich nur um Fiktion handelt.
Die ganzen Geschöpfe und Personen, die vorkommen, kannte ich bereits aus den voran gegangenen Bänden. So bin ich auch kaum mal über Namen gestolpert.
Aber über die Sprechweise verschiedener Geschöpfe. Herr Barron schreibt in dem Moment genau so, wie diese Geschöpfe reden. Und in dem Moment bekommt man es mit den kreativsten Wortschöpfungn ever zu tun. Die sind stellenweise so verquer, dass es mir den einen oder anderen Lacher entlockt hat, wenn ich denn dann mal hinter den Sinn der Worte gestiegen war.
Ich hatte bei der Lektüre einen sehr farbenprächtigen Film vor meinem geistigen Auge. Diese Landschaft, ganz ehrlich, wenn es ginge, würde ich da direkt mal Urlaub machen wollen.
Und weil alles so farbenprächtig und bunt war, dazu die Handlung noch unheimlich spannend, hatte ich das Buch in relativ kurzer Zeit ausgelesen. - Wobei mich das Ende schon ein wenig enttäuscht hat. Merlin, dieser unstete Geselle ist einfach nicht in der Lage, mal an einem Ort zu bleiben. Es scheint fast so, als ginge er immer da hin, wo es Ärger für ihn gibt.

Auf jeden Fall bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl 5 von 5 möglichen Sternen für den Wortwitz, für die Fantasie und für die Spannung. Und was das Ende angeht, da wird sich der Autor schon was dabei gedacht haben.
Für alle Interessenten gibt es auch wieder eine Leseprobe auf meiner Website. Aber Achtung! Diese Reihe sollte man unbedingt der chronologischen Reihenfolge nach lesen. Es fehlen einem sonst zu viele wichtige Hintergrundinformationen.

Wir lesen uns!

(Auszüge des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von "TanteGhost" zu finden.)