Dienstag, 7. März 2017

Thomas A. Barron - "Merlin und der Zauberspiegel"

ISBN: 9-783-423-70673-5

An der Merlinreihe habe ich so meinen Narren gefressen. Am Anfang habe ich mich ja etwas schwer getan. Aber das hat sich dann auch recht schnell gegeben. Inzwischen ist es so, dass ich mich auf jeden neuen Band einfach nur noch freue.
Auf dem Cover blickt mir ein Junge ins Gesicht. Merlin kann es nicht sein, denn Merlin hat ja laut Story Brandnarben im Gesicht. - Nach der Lektüre komme ich zu dem Schluss, dass es wohl sein Retter sein soll. Aber das ist nur meine Meinung.
Ansonsten ist der selbe Junge in einem Spiegel zu sehen. Das ist dann wohl der Zauberspiegel, um den es in der Handlung gehen soll.
Außerdem sieht man das Moor angedeutet. - Obwohl mir die Cover inzwischen geläufig sein sollten, muss ich sagen, dass mir der Sinn des Bildes wirklich erst nach Abschluss der Lektüre aufgegangen ist...

Merlin will gerade seinen Schatten unter Kontrolle bringen, als ein Ballymag verletzt am Ufer des Flusses auftaucht. Merlin kann ihn heilen. Der Ballymag kann aber kein Vertrauen in das Menschenmonster fassen. Und als Merlin ihn an einen sicheren Ort schicken will, landen er und Hallia in einem sterbenden Wald.
Merlin kann zwar einen einzelnen Baum retten, jedoch nicht den ganzen Wald. Dazu muss er heraus finden, was genau los ist. - Klar ist, dass sich der Sumpf, das Heim des Ballymags ausgebreitet hat. Und dass die Moorghule im Sumpf ihr Unwesen treiben und alles töten und fressen, was da greucht und fleucht.
Merlin wird einmal mehr angegriffen. Dieses Mal sind es seltsame Käfer, die ihn zwar nicht stechen, ihm aber eine seltsame Schlinge auf die Haut legen, die dann in ihn hinein gekrochen ist und sein Leben bedroht. Merlin muss nun neben dem Wald, auch sich selber retten.
Ein Junge kann ihm helfen. Ein Junge, dem er später in seinem Leben noch einmal wiedersehen wird.
Die Reise durch den Spiegel gibt dem noch jungen Zauberer einige Anregungen, was sein Denken und Handeln betrifft. Denn seine Zukunft scheint eine lange zu sein.

Herr Barron hat sich einmal mehr selbst übertroffen. Diese Geschöpfe, mit ihren seltsamen Waffen... Ein Käfer, der zwar aggressiv ist, aber nicht sticht. Dafür hinterlässt er einen seltsamen goldenen Faden, der dem Opfer das Leben schwer zu machen scheint. Dann die Moorghule, die ihren eigenen Lebensraum quasi zerstören und Vögel, die es auf Merlins Eigentum abgesehen haben.
Merlin ist stellenweise aber auch so was von naiv, dass ich mich gefragt habe, den wievielten Band dieser Reihe ich hier lese. Man sollte meinen, dass da inzwischen schon Erfahrung angesammelt sein sollte.
Gleich zu Anfang landet der Leser in der Welt von Merlin. Diesem ehrgeizigen jungen Zauberer. Und gleich am Anfang habe ich gemerkt, dass man die Reihe von und um Merlin unbedingt der chronologischen Reihenfolge nach lesen sollte. Zwar sind die Bände jeweils abgeschlossen, aber sie bauen aufeinander auf. Figuren tauchen wieder auf oder werden erwähnt. Die dann nicht zu kennen ist eine Schande.
Auch den Schreibstil von Herrn Barron lerne ich total zu lieben. Die Ich Form in der die Merlinbände geschrieben sind, verwirrt mich zwar immer wieder, aber wenn dann die verschiedensten Geschöpfe von Fincayra auftauchen, mit ihren niedlichen Wortschöpfungen, lockt es mir wieder und wieder ein Schmunzeln aufs Gesicht.
Die Handlung war so beschrieben, dass ich die wirklich seltsamen Geschöpfe, die Umgebung und die Handlung gut vor meinem geistigen Auge sehen konnte. Der Film in meinem Kopfkino war farbenprächtig und spannend. Die vielen seltsamen Gestalten waren eigentümlich und zeugten von einer Menge Fantasie des Autors. - Ich habe am Buch geklebt. Ich war gefesselt, habe extra langsam und aufmerksam gelesen, um nur ja jede noch so kleine Kleinigkeit mitzubekommen. Und da dass Buch nicht mal 300Seiten stark war, hatte ich es dann auch leider innerhalb kürzester Zeit durch.
Ich kann diese Buchreihe für Fantasyfans einfach nur empfehlen. Es lohnt sich, auch wenn sie schon was älter ist.

Als Bewertung gibt es wieder die volle Punktzahl. Also 5 von 5 möglichen Sternen. Einfach, weil mich die Fantasie in dieser Story auch diesmal einfach nur überrascht und komplett gefesselt hat. Obwohl die Handlung ohne Nebenhandlungen auskommt und im Kern auf ziemlich kleinem Raum spielt, war alles zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich habe es einfach nur super gern gelesen. Für alle, die es interessiert : Auf meiner Website habe ich auch wieder eine Leseprobe. So könnt ihr euch zumindest ein kleines Bild machen.
Ich kann diese Buchreihe für Fantasyfans einfach nur empfehlen. Es lohnt sich, auch wenn sie schon was älter ist.

Wir lesen uns!

(Auszüge des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von "TanteGhost" zu finden.)