Samstag, 11. März 2017

Kathy Reichs - "Knochenjagd"

ISBN: 9-783-453-43771-5

Das Cover spricht ja mal wieder mehr als für sich. Einfach und doch ansprechend hätte es mich auch zu dem Buch greifen lassen, wenn ich gerade nicht an dem Punkt dieser Reihe gewesen wäre.
Der Titel allein lässt mich schon einmal jede Menge Leichen und Spladdereffekte erwarten. Allein das Röntgenbild der Hand zeigt einem so in etwa, in welche Richtung das Buch geht. - Endlich wieder ein Buch von Kathy Reichs. Ich kann von dieser Autorin einfach nicht genug bekommen!

Gleich zu Beginn erst einmal zwei tote Babys in einer Wohnung. Dazu Polizeiangehörige, die das Ganze mächtig mitnimmt. Nach der Hinzunahme eines Leichensuchhundes kommt auch noch ein drittes totes Baby dazu.
Die Ermittlungen bringen recht schnell eine Verdächtige zutage. Die ist aber inzwischen auf und davon.
Tempe und Ryan machen sich mit einem dritten Kollegen auf den Weg, um ihr zu folgen. In Yellowknife werden sie zwar fündig, doch es bringt ihnen nicht viel, da die Verdächtige genau dann erschossen wird, als sie reden will.
Tempe kommt der Lösung trotz einer Entführung in ein Bergwerk und einem weiteren toten Baby gefährlich nahe.

Der Einstieg allein, mit den zwei toten Babys war schon mal typisch Brennan-Romane. Die Spladdereffekte, für die ich auch die Serie so liebe, dürfen natürlich auch im Buch nicht fehlen. Und zack, war ich in der Handlung mal direkt angekommen.
Allerdings bekommt man gleich zu Beginn der Handlung auch jede Menge französische Begriffe um die Ohren gehauen. Diese Tatsache hat mich auch in den vorangegangenen Bänden schon gestört. Und hier war das nicht weniger so.
Zeitweise hat es unendlich erscheinende wissenschaftliche Erläuterungen. Sei es vom Verwesungsprozess, von der Autopsie oder von der Funktionsweise irgendwelcher Maschinen vom Bergbau oder von Land, welches man bearbeiten will. Sachen, die zwar in dem Moment irgendwie zu Handlung gehören, aber mich in dem Moment auch komplett raus geschmissen haben. Das war ziemlich ärgerlich. Denn das Thema mit brutal ermordeten Kindern ging auch mir so ziemlich an die Nieren.
Außerdem hat es mich genervt, dass Frau Reichs die Kapitel immer und immer wieder mit einer Sensation beendet hat. Die Ermittler hatten etwas gefunden, was sie ein gutes Stück voran gebracht hat. Aber der Leser hat es nicht erfahren. Er war also gezwungen, auch das nächste und das darauf folgende Kapitel zu lesen. - Das hat auf der einen Seite gut zur Spannung beigetragen, aber es auch unheimlich schwierig gemacht, überhaupt mal eine Lesepause einzulegen. Und wenn ich dann gezwungen war aufzuhören, bin ich nur extrem schwer wieder ins Hier und Jetzt zurück gekommen. - Dafür nach der Lesepause aber um so schneller wieder in die Handlung hinein.
Handelnde Personen waren nicht viele da, sodass ich auch in die Namen recht schnell rein gekommen bin. Zwar war ich etwas verwirrt, weil eine Person gleich mehrere Namen hatte, aber am Ende fand ich es einfach nur interessant. Das Krankheitsbild werde ich auf jeden Fall mal googeln. Kann nur gut für die Allgemeinbildung sein...

Auf jeden Fall bekommt das Buch eine Bewertung mit der vollen Punktzahl. 5 von 5 möglichen Punkten müssen hier einfach sein. Das geht gar nicht anders. Ich war gefesselt, wollte am liebsten gar nicht von dem Stoff lassen und hätte am liebsten auch den Job geschwänzt. Alles Anzeichen für ein richtig gutes Buch.
Eine Leseprobe hat es selbstverständlich auch wieder auf meiner Website. So könnt ihr zumindest mal ein Stück weit ein Bild von dem Text und evtl. auch seiner Spannung machen. Und während ihr nachschaut, werde ich mal die nächste Lektüre in Angriff nehmen.

Wir lesen uns!

(Auszüge des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von "TanteGhost" zu finden.)