Montag, 27. Februar 2017

Thomas Gifford - „Aquila“

ISBN: 3-404-15118-6

Schön, wieder so ein Festplattenfund. Und das Cover hat mich echt neugierig gemacht. Einfach nur ein schwarzer Vogel auf einem ansonsten roten Grund.
Und dann das Gerede von einem geheimnisvollen Dokument. Ein altes Dokument. Das klang so verlockend. Ich habe Mystik erwartet. Irgendeine Art von Fantasy... aber dann... Was soll ich sagen? Es war spannend, ja. Auf seine eigene Art irgendwie. Aber es war doch anders, als ich es erwartet hatte.

Im Jahre 1778 kommt eine Wache eines Lagers zu einem Papier, dass nicht nur seine Weltansicht erschüttert. Sollte der große George Washington wirklich ein Verräter sein?
1975 wird wegen eben jenem Papier ein Student ermordet. Doch auch er hat das Papier nicht mehr. Statt dessen wird sein Professor in die Sache mit herein gezogen. Er wird von seltsamen Gestalten überfallen, muss fliehen, verliebt sich auf der Flucht in eine Reporterin und gerät an die Grenzen seiner körperlichen Belastbarkeit.
Die vermeintliche Sicherheit ist eine Falle, alte Bekannte sind nicht das, was sie jahrelang vorgegeben haben und noch mehr Unschuldige werden in die Sache hinein gezogen.
Hat George Washington wirklich sein eigenes Land verraten?

Es ging gleich volle Kanne rein, in sie Handlung. Den Prolog fand ich anfangs spannender, als die Handlung selber. Denn die musste sich erst entwickeln. Aber als sie dann mal so richtig los fing, konnte ich kaum noch von dem Buch lassen.
Ich hatte laut dem Klappentext Mystik erwartet. Aber es war nicht mystisch, sondern geschichtlich. - Wobei der Hintergrund der Handlung schnell ins Hintertreffen geraten ist. Es war irgendwann nur ein totales Durcheinander von sinnlos scheinender Verfolgung, Verletzten, Flucht und dann einer unmöglich scheinenden Liebe.
Einen Film hatte ich leider nicht in meinem Kopfkino. Zwar habe ich verstanden, was ich da gelesen habe, aber Bilder sind eben nicht aufgetaucht. Lag vielleicht auch daran, dass ich alle zu ausführlich beschriebenen Passagen einfach nur noch überflogen habe. Gerade zum Schluss hin war es immer wieder das Gleiche. Flucht - vermeintliche Sicherheit - und wieder Flucht. Hätte man durchaus auch kürzer machen können.

Ich bewerte das Buch auf jeden Fall mal mit 4 von 5 möglichen Punkten. Der eine Punkt Abzug resultiert aus meinen enttäuschten Erwartungen und dann dem zu dick aufgetragenen Prozedere.
Eine Leseprobe gibt es aber auf jeden Fall wieder auf meiner Website. So könnt ihr euch selber ein Bild machen.

Wir lesen uns!