Mittwoch, 25. Januar 2017

Unser Weihnachts- und Neujahrsurlaub #10

Hatchepsut Tempel


Richtig heißt es ja "Totentempel der Hatchepsut". - Das ist dieser aus vielen Dokus bekannte Tempel, der direkt am Felsen klebt. Und wirklich ist es so gewesen, dass der in den Felsen hinein geheuen war. Das, was heute frei liegt, was so gut erhalten schien, ist eigentlich nachträglich vorne dran gebaut worden. So konnte man die ursprüngliche Lage erhalten, der der Tempel mal hatte. aber eigentlich war das alles komplett im Berg drin. - Das nannte man Restauration.

Der Anblick des Tempels von Weitem. - Diese Ansicht ist eigentlich ziemlich bekannt, aus Film und Fernsehen. Mir hat sie jedenfalls einen Schauer über den Rücken gejagt.
Wir hatten Freizeit auf dem Gelände des Tempels. - Und wie es bei mir so war, hat mir die Freizeit natürlich nicht gereicht. Von außen sieht es aus, als wäre an diesem Tempel nicht viel dran, aber wenn dann mal genauer erkunden kann, entdeckt man viele versteckte Winkel und Ecken, alles mal einzelne Kapellen, innerhalb des Tempels.

Eine der zahlreichen Sphiny-Statuen, die die Straße zur ersten Rampe säumten. Die plane Fläche im Hintergrund muss einmal ein satt grüner Garten gewesen sein. Kann man sich bei all der staubigen Trockenheit so gar nicht vorstellen.
Vor dem Tempel liegt ein großer, karger Platz. Der war zur Blütezeit der Pharaonen ein riesiger Garten, der grün und bewässert gewesen sein muss. Kann man sich heute so gar nicht mehr vorstellen.
Dann geht man die erste Rampe hoch und landet auf der ersten Terrasse. - Im Prinzip eine Terrasse, wie wir sie heute noch bauen. Eine erhöhte Ebene eben.
Dann steigt man die zweite Rampe hoch und landet beim so genannten Zweiten Portikus. - Hier stehen die Osiris-Pfeiler. Haben sicher viele schon mal gesehen, diese großen Statuen, die da in Reihe und Glied stehen.
Durch einen Durchgang gelangt man in den Festhof der zweiten Terrasse. Hier hat es viele interessante Reliefs an den Wänden. Teilweise noch mit Farbe, öfter aber nur noch als farbloses Relief sichtbar.
Ziemlich versteckt, rechts in der Ecke, gelangt man in den Sonnentemple mit leiner Anubis-Kapelle. In dem Moment, wenn man darin herum läuft, ist einem das alles noch gar nicht so bewusst, dass man im Prinzip auf heiligem Boden wandelt, aber im Nachhinein, jetzt, wo ich das tippe, schubbert es mich noch.
In das Amun-Heiligtum sind wir leider nicht gelangt. Die Tür war geschlossen. Ein Blick ins Dunkel lies einen erahnen, dass es da noch irgendwie weiter geht. das war es dann aber auch schon.

Ansicht des Sonnentempels, mit der Anubis-Kapelle.
Die Zeit wurde knapp und wir sind die Rampe wieder nach unten. Dort haben wir noch einmal einen Gang besichtigt, ich denke, es war der erste Portikus. Ein überdachter Gang, wenn man so will, mit interessanten Zeichungen an den Wänden. In den Säulen waren Symbole, wie zum Beispiel das "Ankh" eingemeiselt.... ich wollte da gar nicht wieder weg!!!

Die Osirispfeiler. Teilweise erkennt man auch noch die Farbe, mit der sie mal angemalt werden.
Der Tag in Luxor ging jedenfalls mit diesem Tempel zu Ende. - Die Gruppe stieg wieder in den Bus und wir traten die lange Fahrt, zurück ins Hotel an.
Ok, ich habe sie zum größten Teil schlafend verbracht. Der Tag war lang, er war interessant und ich war einfach nur noch platt. Bereut habe ich ihn aber auf gar keinen Fall!