Montag, 9. Januar 2017

T.A. Barron - "Merlin und die sieben Schritte zur Weisheit"

ISBN: 9-783-423-70597-4

Ich habe für das Buch ungewöhnlich lang gebraucht. Aber das lag nicht am Thema oder an der Story. Es lag ganz einfach daran, dass es aufs Jahresende zu geht und ich immer mehr abbaue, nur noch dem Urlaub entgegen hechele und versuche, mein Leben und mein Haushalt wenigstens einigermaßen in der Spur zu halten, um nicht vollkommen zu verloddern. - Ich bin einfach nur fertig auf dem Docht und lasse mich zur Zeit lieber vom TV friedlich berieseln, ohne groß über etwas nachdenken zu müssen.
Trotzdem konnte ich das Buch, quasi in einer Hauruckaktion, beenden und bin froh, endlich zu wissen, dass auch Merlin seine Fehler hatte. Dass auch er erst zu dem klugen Mann heran reifen musste, der er dann in der Artus-Sage war. Denn Excalibur taucht in diesem Buch das erste mal auf. Das alles hängt also irgendwie zusammen!!!

Merlin hat die Harfe bekommen und soll das Land wieder zum Leben erwecken. Die Bäume und Pflanzen sollen wieder grünen und blühen. Doch er ist eben doch noch zu sehr Kind, als dass er dieser Aufgabe ohne Probleme gewachsen wäre. Er will Leuten helfen, die das in der Form gar nicht wollen und sucht nach Anerkennung. Als das nicht funktioniert, rennt er weg.
Allein auf seiner Reise erinnert er sich seiner Mutter, die er auch wieder so gern Fincayra hätte. Also wendet er sich an die weise Musche und holt seine Mutter auf die Insel, wo ihr gleich ein Unglück passiert. Sie riecht an einer Blume, die sie vergiftet. Nun hat die Frau noch genau eine Mondphase Zeit, in der sie qualvoll dem Tod immer näher rückt.
Merlin macht sich auf die Suche nach den Seelen der Strophen des Liedes. Er muss die sieben Siegel der Weisheit, also die sieben Seelen, finden. Erst dann kann er Dagda gegenüber treten. Erst dann überlebt er diese Begegnung und erst dann kann er das Elixier bekommen, was seiner Mutter das Leben rettet.
Merlin lernt eine Menge, er arbeitet unter großem Zeitdruck, er lernt was Freundschaft wirklich bedeutet und dass seine Familie größer ist, als bisher angenommen.

Alles war einfach, ja fast langweilig, geschrieben. Ich bin bei der Serie ganz einfach hin und her gerissen. Ein Teil von mir findet die Erzählweise einfach nur unspannend und langweilig, aber auf der anderen Seite will ein Teil von mir auch wissen, wie es weiter geht. Wie Merlin zu dem wird, als was wir ihn kennen. Der Mann mit den weißen Haaren und dem Bart.
Es bleibt leider nicht viel Raum für eigene Fantasie. Alles ist beschrieben. Und dann noch aus der Ich-Perspektive. Das reist einen zwar mitten in die Handlung hinein, aber ich habe es lediglich so weg gelesen. Fand die Handlung flach und der Film in meinem Kopfkino war auch nicht das Gelbe vom Ei.
Ich will es nicht in die Länge ziehen. - Es ist auf jeden Fall erforderlich, dass man diese Reihe schön der chronologischen Reihenfolge nach liest. Ansonsten kann es zu echten Verständnisproblemen kommen. Man liest dann zwar, was los ist, kann es aber weder nachvollziehen noch verstehen. Das würde den ohnehin schon nicht gigantischen Lesespaß noch um ein Vielfaches verringern. Und eigentlich ist ja die Geschichte von Merlin recht spannend. Ich meine, wenn man das so liest, dann hatte er es wirklich nicht gerade einfach, zu dem zu werden, was er dann mal ist. Da hat der Autor schon einen genialen Schachzug gemacht, sich eine Geschichte für eine schon bestehende Figur auszudenken.
Als Bewertung bekommt das Buch von mir 4 von 5 möglichen Sternen. Ganz einfach nur aus dem Grund, weil es nicht wirklich das Beste an Fantasy ist, was ich so gelesen habe. Es ist lesenswert, ja, aber kein Muss. Eher ein Fall von einmal gelesen und gut. Eine Leseprobe befindet sich dann auch wieder auf meiner Website.

Wir lesen uns!