Donnerstag, 22. Dezember 2016

Stephen King - „Revival“

ISBN: 9-783-453-43848-4

Was habe ich mich darauf gefreut, mal wieder etwas von Stephen King zu lesen. Den Autor fand ich schon immer irgendwie gut. Und wenn ich von ihm was bekommen könnte, habe ich mich immer wie ein Schnitzel auf die Lektüre gefreut. - Auch in diesem Fall war das so. Allerdings hat mich dieses Buch jetzt nicht so wirklich überzeugen können.

Im Wesentlichen geht es im das Leben von Jamie. Er erzählt seine eigene Story, von Kindesbeinen an, bis ins hohe Alter. Sein Leben ist ziemlich beeinflusst von einem Gemeindepfarrer, der durch einen Schicksalsschlag Frau und Kind verliert, danach eine sehr unkirchliche Predigt hält und deswegen aus der Gemeinde verbannt wird.
Jamie verliert als Kind einen recht guten Freund, findet ihn aber wieder, als er voll auf Drogen ist. Der Pfarrer verdient mit seinem Faibel für Elektrik und Strom inzwischen Geld. Er heißt Jamie von seiner Drogensucht.
Als Jamie ihn dann ein weiteres Mal trifft, macht er einen auf Wunderheiler. Er behandelt die Leute mit Elektroschocks. Doch die Winderheilungen haben eine Kehrseite. Die Leute scheinen danach nicht mehr richtig zu ticken.
Doch der Reverent ist von seinen Experimenten besessen. Immer weiter treibt er deine Experimente. Und am Ende soll alles darin Gipfeln, dass eine Tote, zurück geholt durch Elektrizität, vom Totenreich erzählen soll.
Er hat Jamie in der Hand. Und Jamie macht nur unfreiwillig mit.

Was soll ich sagen... Voller Elan bin ich an die Lektüre ran gegangen, aber gefunden habe ich dann immer nur Langeweile. Das Leben von Jamie ist jetzt weder rumreich noch besonders aufregend. Aber er erzählt es, weil es zur Story gehört. Packend und leicht gruselig wird es eigentlich erst so ab den letzten 50 Seiten. Das finale Experiment ist dann erst so wirklich spannend. Bis zu besagtem Experiment ist es aber ein langer Weg. Der ist gut beschrieben, sodass ich auch Kopfkino hatte. Aber immer war die Hoffnung da, dass es doch bitte endlich zur Sache gehen soll. - Typisch Stephen King eben. Er braucht immer etwas länger, bis er zur Sache kommt. Aber hier hat es wirklich extrem lang gedauert.

Als Bewertung bekommt das Buch von mir 4 von 5 Sternen. Einfach, weil es wirklich zu lang gedauert hat, bis der wirkliche King raus gekommen ist. Von der Idee her, war es auch irgendwie typisch. So abgedrehte Gedanken kann wirklich nur er haben. Fast so, als würde er wieder Drogenfantasien nieder schreiben.
Eine Leseprobe gibt es selbstverständlich wieder auf meiner Website.

Wir lesen uns!