Donnerstag, 15. Dezember 2016

Michael Crichton – Die Stimmen des Bösen“

ISBN: 9-783-442-46153-0

Ein Festplattenfund, dieses Buch. Dass es nicht von DEM John Cricham stammt, ist mir inzwischen auch klar. Aber trotzdem hat mich die Kombination von Titel und Cover irgendwie neugierig gemacht. Also bin ich total unbedarft und eigentlich auch ohne Erwartungen an dieses Buch heran gegangen...
Was soll ich sagen? Ich wat dann am Ende so gefesselt, dass ich kaum von den Zeilen lassen konnte. Immer weiter bin ich in die Handlung vor gedrungen und immer faszinierter war ich davon. Klar handelt es sich hier um Science Fiction. Aber in dem Fall hier ist es keine wissenschaftlich hochtrabende Angelegenheit, sondern schon auch feierabendgeeignete Lektüre, wo man sich beim Lesen kein Lexikon bereit legen muss.

Als Norman Johnson einen Aufruf bekommt, mit Leuten des Militärs in eine ihm bis dahin unbekannte Zukunft zu fahren, erscheint ihm das nicht sonderlich seltsam. Er bekommt nicht zum ersten Mal so von jetzt auf gleich einen militärischen Einsatz.
Auf der Insel angekommen, hat er Kontaktverbot nach außen , findet genau das Team vor, dass er vor Jahren schon zusammen gestellt hat und wird dann dann noch selber auf einen Unterwassereinsatz vorbereitet.
Im Habitat angekommen, über 300 Meter unter dem Meeresspiegel, beginnen sie sofort mit einer Expedition in das Raumschiff, welches sie erkunden sollen. Doch finden die nicht etwa eine fremdartige Spezies vor, sondern ein leeres und absolut unbekannte Raumschiff. In diesem Raumschiff befindet sich eine Kugel, die die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Als sie dann die Kugel auf bekommen haben, häufen sich die seltsamen und gefährlichen Ereignisse. Es kommen Leute um, jeder gibt jedem die Schild und alle glauben an einen Kontakt mit einem außerirdischen Wesen. - Die Situation spitzt sich mit zunehmender Zerstörung des Habitats zu und keiner traut dem anderen mehr.
So hat sich das die Navy sicher nicht vorgestellt.

Ich war total gefesselt. Wenn ich gekonnt hätte, wäre das Buch am Stück förmlich gefressen worden. Einzig davon abgehalten hat mich die Arbeitswelt. Also müsste ich zwischendurch eben pausieren. Das war aber auch nicht wirklich ein Problem, denn nach Lesepausen bin ich immer wieder super in die Handlung rein gekommen. Ziemlich hilfreich war die kapitelartige Aufteilung dabei. Obwohl es zum Verständnis nicht nötig war. Zwei Zeilen gelesen und schon hatte ich wieder das bombastische Kopfkino. Ich habe das Raumschiff, den Meeresboden und auch die Kugel gesehen. Und habe geglaubt, zu spüren, wie das Wasser die Räume flutet und das Leid erlebt, wenn wieder jemand vom Team umgekommen ist.

Science Fiction ist so ein Ding, das kann bei mir sehr schnell nach hinten los gehen. Wenn es dann nämlich zu wissenschaftlich oder zu abgedreht wird, verliere ich das Interesse an diesen Büchern. Das ist mir schon öfter passiert. Hier war das allerdings nicht so. Ich habe Gefallen gefunden an der Story. Zu keiner Zeit wollte ich das Buch weg legen. Ich war einfach nur restlos begeistert.

Zur Bewertung: 5 von 5 Sternen. Volltreffer, ein Buch, dass ich durchaus auch noch einmal lesen würde. In wenn ihr euch selber ein Bild machen wollt, findet ihr wieder eine Leseprobe auf meiner Website.

Wir lesen uns!