Montag, 14. November 2016

Thomas A. Barron - „Merlin – Wie alles begann“

Ehrlich gesagt, war es mir etwas mulmig dieses Buch anzufangen. Mit dem Autor habe ich noch keine sehr angenehmen Leseerfahrungen machen können. Der Stoff, aus dem seine Stories waren, hätten ein Bestseller werden können. Zumindest aus meiner Sicht. Aber am Ende wurde es dann ein komplett zerschriebenes und absolut langatmiger Salat aus Namen und Schlachten. Nicht mehr und auch nicht weniger.
Auf der anderen Seite war da aber auch die Neugier, wie es nun mit Merlin angefangen haben soll. Merlin ist für mich nun einmal eine fiktive Gestalt, deren Leben und Wirken sich jeder Autor so hin biegt, wie es ihm am besten passt. Geht Herr Baron nicht ein wenig weit, wenn er nun seinen kompletten Werdegang fest legt? - Die Neugier überwog jedenfalls. Ich habe die Story begonnen zu lesen...

Ein Junge wird an einem Strand angespült. Ein Stück entfernt liegt auch eine Frau. Der Junge rettet sie und sich vor einem Keiler und beide lassen sich in einem Dorf, in einer ärmlichen Hütte nieder. Die Frau, die Emrys, dem Jungen, immer wieder versichert, seine Mutter zu sein, heilt die Menschen von manchem Leiden. Kümmert sich liebevoll um Emrys und weigeiert sich doch strikt, von der Vergangenheit zu erzählen.
Emrys hat es nicht leicht in dem Dorf. Er wird gehänselt, ausgegrenzt und hat darunter zu leiden, dass seine Mutter als Hexe gild. - Eines Tages weckt er ein Feuer, er kann nicht sagen wie er es gemacht hat. Doch ein Junge des Dorfes droht darin umzukommen. Emrys rettet ihn aus den Flammen, wird dabei aber selber so schwer verletzt, dass er erblindet.
Normalerweise wäre Emrys sein Leben nun besiegelt. Doch in einem Kloster entdeckt er sein zweites Gesicht. Das ersetzt ihm die fehlende Sehkraft und der Junge macht sich auf eine gefahrvolle Suche nach seiner Vergangenheit.
Emrys landet in einem Land, was einst sehr prächtig war. Er findet Freunde, verliert sie wieder und will doch nicht aufgeben. Am Ende kann er dann etwas über seine Vergangenheit erfahren und auch dem Land helfen. Doch bis da hin, ist es ein sehr gefährlicher und mühevoller Weg.

Keine Ahnung, was ich jetzt wieder von diesem Schreibstil halten soll. Ich meine, alles ist aus der Ich-Perspektive erzählt. Und damit habe ich immer so ein wenig meine Probleme. - Trotzdem war ich auf eine geheimnisvolle Art und Weise davon fasziniert, was denn da nun passiert, wie die Welt aussieht, in der das alles passiert. Und vor allen Dingen habe ich mich immer wieder gefragt, was zum Henker, dass denn jetzt bitte mit dem großen, mit dem alten, mit dem weißhaarigen und bärtigen Mann namens Merlin zu tun haben soll. - Am Ende habe ich es dann erfahren und es war alles irgendwie logisch.
Ja, man kann sagen, dass ich jetzt weiß, wie Merlin einmal angefangen hat. Aber trotzdem ist es so, dass noch immer alles offen ist. Merlin als fiktive Figur ist jetzt nicht fest gelegt und kann immernoch gut in jede Art von Fantasybüchern rein gebastelt werden.
Das Buch bekommt von mir trotz allem nur 4 statt 5 Sterne. Es war schon ein Vergnügen es zu lesen. Das will und kann ich nicht bestreiten. Aber am Ende hatmir dann doch irgendwie das gewisse Etwas gefehlt. Es war nicht perfekt, weil ich eben doch viel zu gern mal Pausen beim Lesen eingelegt habe.
Trotzdem muss erwähnt werden, dass ich nach Lesepausen immer wieder super in die Handlung hinein gekommen bin. Dazu hätte es nicht einmal die einzelnen Kapitel gebraucht.

Jawoll, auch eine Leseprobe findet ihr wieder auf meiner Website. Wenn ihr euch also ein Bild machen wollt, dann nur los!

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