Samstag, 12. November 2016

Michael Crichton - "Endstation"

ISBN: 9-783-453-43249-9

Ist es wirklich so gut, dass unsere Medizin so weit entwickelt ist? Muss der Mensch wirklich für jede Krankheit ein Heilmittel haben und kann der Natur nicht mal ihren Lauf lassen... - Nach der Lektüre dieses Buches sind mir da so ein paar Zweifel gekommen. Hier wird ein Mensch, ddr schon durch eine Krankheit gestraft ist, als ein Versuchskaninchen missbraucht. Unter dem Deckmantel, ihm helfen zu wollen, wird eine Operation an ihm durchgeführt, von der man nur hofft, dass sie ihm hilft. Aber belegt ist das nicht. Und ich denke mal, dass das in der Realität nicht viel anders ist. Denn auch die Chemotherapie bei einer Krebserkrankung ist jedes mal nur ein Experiment. Mal verläuft es erfolgreich und ein anderes Mal nicht...

Mr. Benson ist ein geeigneter Patient für Stufe 3. Ihm sollen Elektronen ins Gehirn gepflanzt werden. Ein Computer, der unter der Haut seiner Schulter sitzt, soll die Steuerung übernehmen.
Harry Benson leidet an einer Form der Epilepsie. Die Anfälle machenuihn agressiv. Das hat ihm scbon Anklagen eingebracht. - Did Elektroden im Gehirn sollen das Anfallszentrum stimulieren und so einen Anfall verhindern.
Die Op verläuft zunächst glatt. Die Elektroden können schon am Folgetag programmiert werde. Die Überwachung zeigt an, dass die Stimulierungen immer öfter erfolgen. Für Harry sind sjezwie eine Droge. Aber das treibt ihn auch unweigerlich auf den nächsten Anfall zu. - Die Ärzte wollen eingreifen, aber Harry istzda schon längst über alle Berge.
Eine Verfolgungsjagd beginnt. Harry irrt als tickende Zeitbombe durch eine dicht bevölkerte Stadt. Und die Ärzte wollen ihn finden. Aber wollen sie das, um ihm zu helfen, oder soll das Experiment gerettet werden?

Michael Crichton schreibt ja sonst immer mehr über gerichtliche Themen. Hier hat er sich dann aber mal in die medizinische Richtung gewagt. Zum einen war es eine angenehme Abwechslung, und zum anderen irgendwie kein typischer Crichton. Der hier hat michbirgendwieauf andere Weise fasziniert. Ja, ich war gefesselt, habe das Buch kaum aus der Hand gelegt und es fast in einem Rutsch durch gelesen.
Auf jeden Fall ist hier eine großartige Recherche geleistet worden. Die Handlung war mit medizinischem Fachwissen gespickt. Das aber nicht in einem unverständlichen Fachchinesisch, sondern leicht verständlich für Leser erklärt. Das war dann auch noch sehr gut in die Handlung eingebaut, sodass nie lane Weile aufkam und immer Action war.
Auch Kopfkino hatte ich in diesem Fall. Ich habe Harry vor den ganzen Ärzten gesehen. Oder bei der Op. Ich habe auch seine Verzweiflung gespürt, als er merkte, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Es ist wirklichzselten, dass ein Autor so "echt" schreiben kann.
Auf jeden Fall bekommt das Buch von mir die vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Es war kurz und gut, genau die richtige Abwechslung zwischen der ganzen Fatasy.
Sicher ist hier noch zu beachten, dass das Werk nicht mehr das neueste ist. Dem entsprechend veraltet ist auch die Technik, von der in der Handlung die Rede ist. Aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und verweise auf meine Website. Hier ist vom Buch auch wieder ein Leseprobe zu finden.