Samstag, 19. November 2016

James Barcley - „Einst herrschten Elfen“

Dieses Buch hat mich nun irgendwie komplett von James Barclay ab gebracht. Ich habe mich förmlich durch gequält! Von Lesefreuden war da absolut nicht zu merken. Der Mann hat es einfach nur unnachahmlich gut drauf, große Themen ganz großartig zu zerschreiben. - Ich habe den Text zwar gelesen, aber der Film im Kopfkino hat mir komplett gefehlt. Da war nichts. NIcht einmal ein Hauch von einer Vorstellung von dem, was der Mensch mir da jetzt eigentlich erzählen will. Das Einzige, was ich irgendwie kapiert habe, war die Tatsache, dass es sich um Elfen dreht. Elfen, die im Urwald leben, ihre Gesellschaft nach einer Art Kasten eingeteilt haben und an Götter glauben. - Das wars dann auch schon.

Die Gesellschaft der Elfen wird durch Unruhen aufgerieben. Die unteren Kasten begehren plötzlich gegen die Führungssriege auf. Sie fühlen sich ungerecht behandelt und wollen eine andere Gesellschaftsordnung. Und dann dringen auch die Menschen in die Städte der Elfen ein. Sie zerstören mit ihrer Magie die Tempel, greifen die Priester an und töten unschuldige Zivililsten. Die, die nicht gefangen werden, können nur noch in den tiefen Urwald fliehen und hoffen, dass sie nicht entdeckt werden.
Aumm, ein ausgestoßener Elf, lebt schon Jahre im Urwald und erforscht die Wirkung verschiedener Gifte auf den Körper. In den Jahren der Einsamkeit hat er sich angewöhnt, mit sich selber zu reden und ist ein ziemlich verschrobener alter Sack geworden. Aber genau dieser Elf soll seinem Volk jetzt helfen. Seine Gift können vielleicht Waffen noch wirksamer machen. Nur so, glaubt ein einzelner Elf, hat man eine Chance gegen den ganzen Aufruhr.
Doch es kommt anders, als man es sich zurecht gelegt hat. Das Urwaldversteck ist entdeckt, wurde attackiert und die Elfen in alle Winde zerstreut. Dem Eremiten glaubt keiner derer, die ihne sehen. Alle sehen in ihn den Versager, wegen dem viele ihr Leben lassen mussten und lehnen ihn ab.
Trotzdem will man den Tempel und die darin Gefangene befreien und ist auch bereit, sein Leben dafür zu opfern.

Was soll ich sagen? James Barcley scheint Kämpfe zu lieben. Das einzige, was er mit riesengroßer Hingabe und in jedem noch so kleinen Detail beschrieben hat, waren Kämpfe. Es floss die ganze Zeit nur Blut. - Wie schon gesagt, das war definitev das letzte Buch, was ich von ihm gelesen habe. Die anderen werden achtkantig von meiner Liste fliegen! Den Mann gebe ich mir nicht mehr. Ich komme nicht klar, mit der Art, in der er schreibt. Zu leicht verliere ich das Interesse an der Handlung, zu schade finde ich jedes Wort, womit er das eigentlich große Thema komplett zerstört hat. - Das war nichts!!!! Wenn ich könnte, würde das Buch null Sterne bekommen. So vergebe ich nur 1 von 5 möglichen Sternen. Mein Geduldsfaden ist quasi gerissen und ich ziehe meine Konsequenzen. Nämlich die, dass ich diesen Autor in Zukunft meiden werde.
Wörteliche Rede, bis zur Vergasung. Kampfhandlungen, die doch immer wieder nach dem selben Schema ablaufen und eine Handlung, die quasie nicht vorhanden ist. Vergesst den Autor, vergessst seine Bücher. Um sowas gern zu lesen, muss man wohl die selbe Macke haben, wie eben dieser Typ.

Trotzdem gibt es auf meiner Website wieder eine Leseprobe. Und bis dahin versuche ich es mit einem anderen Buch.

Wir lesen uns!