Donnerstag, 3. November 2016

Christoph Hardebusch - „Feuerstimmen“

ISBN: 9-783-492-70373-4

Ich war gerade auf Lovelybooks unterwegs. Habe Reziherzchen verteilt und mal wieder kund getan, dass auch ich Mitglied dieser Community bin, als ich auf das Cover von diesem Buch gestoßen bin. Der Drache, umgeben von Feuer, auf dem sonst rabenschwarzen Cover, hat mich einfach angemacht. Und musst und wollte das Buch lesen und dem entsprechend schnell war es dann auch gekauft und auf den Reader rüber geschoben. - Und dann kam das Herbstwetter, der Muggel, der mal wieder Spätschicht hatte und schon konnte das Lesevergnügen beginnen.
Ich muss zugegeben, dass ich am Anfang etwas Probleme mit der Art zu Schreiben hatte. Ich musste mich wohl erst darauf einlassen. Und als ich das dann getan hatte, hat sich mir eine völlig neue Welt der Fantasy eröffnet. Ich war fasziniert, ich war gefangen und ich habe mit den Helden mit gefiebert.
Klar, gabe es auch alt bekannte Elemente. Wie zum Beispiel die Drachen. Oder den ewig gleichen Kampf von Gut gegen Böse. Aber am Ende war die Story dann für mich neu. So etwas in der Art hatte ich einfach noch nicht gelesen und tat es jetzt mit um so mehr Faszination.

Elena, Königing eines Landes, auf den Inseln. Bisher hat sie das Amt der Königin als ein Geburtsrecht betrachtet. Doch inzwischen ist es nur noch eine Bürde. Sie empfindet es als List, tagtägliche ihren Pflichten nachzukommen. - Als dann aber die Magie ihren Dienst versagt, sie fast vom hohen Turm gestürzt wäre und dann auch noch Grenzstreitigkeiten auftreten, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen. Sie möchte keinen Krieg führen müssen. Und schon gar nicht gegen die Nachbarländer.
Als die Streitigkeiten dann aber auch auf ihre Stadt ausgeweitet werden, sie von ihrer eigenen Leibwächterin attakiert wird, steht für sie fest, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann.
Aydan ist mit seinem Barden-Kollegen durch die Lande unterwegs. Alles scheint wie immer, bis das kleine Fischerdorf, in dem sie sich gerade befinden, von seltsamen, blutrünstigen Monstern aus dem Meer angegriffen wird. Es gibt viele Tote und keiner kann sich das Geschehen erklären.
Zunächste fliehen nur die beiden Barden allein. Doch sie kehren zurück und bringen auch die Fischer zu einer Flucht aus ihrer Heimat.
Der Flüchtlingsdreck trifft auf die Königin Elena und ihre Leibwächterin genau dann, als sie gerade einmal wieder mit den Monstern kämpfen. - Sie ziehen gemeinsam weiter.
Die Menschen finden Aufnahme in einer Stadt. Aber auch diese Stadt liegt am Hafen und wird von den Monster heim gesucht. Sowohl für Elena und ihre Leibwächterin, als auch für die beiden Barden ist klar, dass da etwas größeres dahinter stecken muss. Sie machen sich auf den Weg, ihrem Land, den Menschen zu helfen.
Der Bardenruf weckt in Elena ungeahnte Talente, und auch die beiden Barden haben ihr Päckchen in diesem Kampf zu tragen. Es wird nicht einfach werden, aber Gesang kann eine Menge bewirken.

Drachen waren mir schon bekannt, Magie war mir schon bekannt, aber doch war das alles irgendwie anders. Es war so geschickt verwoben, dass für mich eine Story mit komplett neuen Elementen daraus wurde. Und nachdem ich mich wirklich darauf eingelassen hatte, war ich in der Handlung abgetaucht, habe beim Lesen die Realität um mich herum vergessen und ich war von der Handlung komplett gefangen.
Einen super farbigen Film hatte ich in meinem Kopfkino. Gewaltige Bilder von Landschaften, Zerstörung und Tod habe ich gesehen. Aber ich habe auch mit den Helden mit gefiebert. Ich habe mich gefragt, warum der eine Barde dem anderen nach dem Leben trachtet und ich habe immer gehofft, dass die Königin Elena am Ende vielleicht ein Baby des Barden erwarten würde....
Personen, Orte und Handlungen waren angemessen beschrieben. Die Handlung wurde deswegen kaum gestoppt und mir wurde nicht langweilig.
Lesepausen waren leider mitunter notwendig. Sie waren nicht gerade willkommen, aber nachdem ich dann das Lesen wieder angefangen hatte, bin ich auch immer wieder gut in die Handlung hinein gekommen.

Trotz der Anfangsschwierigkeiten bewerte ich das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen. Der Autor hat sich quasi in mein Herz geschrieben. Ich kannte ihn vorher nämlich nicht. Aber das wird sich jetzt ändern, denk ich mal. Denn ich habe an seinen Ideen und an seinem Stil Gefallen gefunden.
Eine Leseprobe findet ihr selbstverständlich wieder auf meiner Website. Und ansonsten...

Wir lesen uns!