Dienstag, 4. Oktober 2016

Mario Giordano - „Apocalypsis I“

ISBN: 9-783-404-16653-4

Apocalypsis... klingt gut, gelle?! Genau aus diesem Grund habe ich das Buch auch ganz spontan gekauft. Ehrlich, ich wollte kein Buch kaufen. Hab ja auch so noch genug auf der Leseliste. - Aber das Teil hat mich ganz hinterhältig, einfach so verführt. Dieser schlichte blau-graue Einband, mit der etwas hervor gehobenen, goldenen Schrift... und dann dieser Titel... mal ehrlich, das MUSSTE einfach etwas gutes sein.
Und so habe ich das Buch auch gleich gelesen, und was soll ich sagen, es war gut!

Peter Adam ist in Rom. Der Papst ist zurück getreten und ein neues Konklave steht an. Aber Peter hatte eine Vision, in der der Vatikan in einer riesigen Explosion erschüttert wird, es gibt viele Tote... Am Ende wird Peter verfolgt, weil man denkt, dass Peter die Explosion verursacht hat.
Peter muss fliehen, will gleichzeitig Ermittlungen anstellen und stellt am Ende fest, dass er einen Zwillingsbruder hat. Dieser Zwillingsbruder gehört einer Art Sekte an, die ein ergebener Feind der Kirche ist. Sie wollen diese um jeden Preis in ihrer jetzigen Form vernichten.
Peter deckt weiterhin die nicht ganz koscheren Machenschaften im Vatikan auf, er verliebt sich in eine Nonne, schläft mit ihr und muss feststellen, dass diese Nonne die Tochter des zurück getretenen Papstes ist...
Und am Ende ist er wirklich für die Explosion verantwortlich.

Auf jeden Fall bekommt das Buch die vollen fünf Sterne von mir. Zum einen, weil es sich liest wie ein Werk von Dan Brown, es aber kein Dan Brown ist. Dann dieses Abenteuer des Journalisten, der unverhofft in das Abenteuer seines Lebens rein rauscht. Dabei verliebt er sich in eine Nonne!!! Ein Nonne, die die Tochter des Papstes ist, der gerade zurück getreten ist. - Man muss schon mächtig abgebrüht sein, will man auf so eine Story kommen.
Ok, teilweise hat es kirchenlastiges Geschwafel. Es war stellenweise an der Grenze zum Langweiligen, hat aber immer wieder, gerade noch rechtzeitig, die Kurve gekriegt. - Was allerdings auch wieder ein Nachteil darstellt. Denn wenn man total fix und foxi ist, macht sich diese Lektüre nicht ganz so gut. Es kann dann schnell zu Verständnisproblemen kommen. Aber dafür bin ich nach Pausen immer wieder sehr gut in die Handlung hinein gekommen. Ohne Probleme war ich nach spätestens zwei Sätzen wieder im Bilde, wo ich stehen geblieben war. Der Film in meinem Kopfkino lief problemlos wieder an und war super spannend, voller Farben und verkniffenen Kardinälen.
Das Buch selber war super verarbeitet. Für ein günstiges Taschenbuch super stabil geklebt. Nach einmal lesen keinen lästigen Knick im Buchrücken und keine losen Seiten. So wie es sein soll. Zeilenabstand und Schriftgröße waren gut aufgeteilt. Dauerlesen ohne Augenprobleme super machbar und einfach nur easy.

Ein klasse Buch, das man durchaus mal gelesen haben sollte. Eine Strafe ist es auf keinen Fall! Und genau deswegen gibt es auch wieder eine Leseprobe auf meiner Website. Für alle die das Buch interessiert, oder auch diejenigen, die noch unentschlossen sind.

Wir lesen uns!