Mittwoch, 5. Oktober 2016

Kretaurlaub #8 - Das Meer

Viele sagen jetzt: "Is halt ein Meer. Auch nur Salzwasser." - Denen muss ich im Grunde Recht geben. Ja, es war am Ende auch nur ein Meer. Das Kretische Meer, wenn man es ganz genau nehmen würde.
Aber darum geht es mir nicht. Ich wollte eigentlich nur noch mal gesondert erwähnt haben, dass ich das Meer in der Form noch nie erlebt habe...

Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich bisher immer irgendwie an einer Bucht war. An Ostsee war es die Wismarer Bucht und auch in Kroatien war es eine Bucht, an der unser Urlaubsort lag. Und selbst an der Ostsee habe ich den Unterschied schon gemerkt. Wenn wir mal in einen von diesen "Badeorten" gewesen sind, waren da plötzlich Wellen...


Auf Kreta war es dann noch eine Nummer krasser, fand ich.
Schon als wir angekommen sind, an dem Abend, waren die Wellen ziemlich hoch. Schwimmen war da schon kaum noch möglich.
Als wir am nächsten Tag nach Rethymon gelaufen sind, spritzte das Wasser einen feinen feuchten Nebel bis auf die Promenade hoch. Der Schaum, der auf die Felsen schlug, war weiß und wild und faszinierend. Ich hätte da ewig stehen und zuschauen können.


Dann hatten wir Tage, da durften wir nicht ins Wasser. Die Wellen waren bis zu drei Meter hoch und kam am Strand schon bis an die Liegen ran.
Ständig war da so ein Trillerpfeifenheini und hat die Leute aus dem Wasser gejagt. Dabei hat denen der Kampf mit den Naturgewalten gerade jede Menge Spaß bereitet. Aber die Unterströmung war wohl in dem Moment zu heftig. Einmal mitgerissen, wäre nicht mal mehr ein Rettungsschwimmer hinterher. Die hätten sich nur selber in Gefahr gebracht.


Und dann, am letzten Tag... Da hätte man meinen können, man schwimme in einem See. Hier und da mal ein kleiner, fast unmerkbarer Wellenberg. Das Wasser wirkte fast träge und ölig. Der Boden war ruhig und hier und da konnte ich den einen oder anderen Fisch sehen.


Man könnte sagen, ich habe die pralle Natur erlebt. Mal wild und zornig, dann wieder freundlich und lieb. Auf jeden Fall hat es mir einmal wieder klar gemacht, wie klein der Mensch doch eigentlich ist. Und wie hilflos ausgeliefert er den Naturgewalten ist. - Sollte sich die gesamte Menschheit vielleicht öfter mal wieder vor Augen führen.


Damit ist die Serie über den Urlaub in Kreta nun also auch beendet. Ich hoffe, ich konnte euch meine Faszination und Gefühle etwas klar machen. Fest steht jedenfalls, dass wir da noch einmal hin fahren werden. Da waren noch der eine oder andere Ausflug, den wir gern noch mitmachen wollen würden :-)