Donnerstag, 23. Juni 2016

Film #77 - "König der Winde"



Jap, ich habe es zur Zeit mit pferden. Auf diesen Film, aus dem Jahr 1990, bin ich beim Stöbern gestoßen. Das Cover und auch die Beschreibung sahen vielversprechend aus. - Also habe ich ihn mir angetan. :-)
Ja, ich war von der Machart leicht enttäuscht, aber wenn man die Zeit betrachtet, in der die Handlung spielt, war es wohl nicht anders möglich.

Es geht um einen Jungen namens Agba. Er ist quasi der Vater vom Hengst Sham. Der wurde vom Sultan nach Frankreich verschenkt. Doch die Franzosen wissen den reinrassigen Araber-Hengst nicht zu schätzen. Und so beginnt eine lange Odyssee von Sham und Agba. Vom König, über ein Dienstpferd, dann wird Shan gestohlen, landet bei einem Holzfäller, wird dort geschlagen. Durch Zufall kann Sham gerettet werden.
Auch Agba durchläuft ein Wechselbad der Gefühle. Immer darauf bedacht, bei seinem Pferd zu bleiben hat er gute und schlechte Zeiten. Er wird sogar gemobbt, und kann sich aufgrund seiner Stummheit nicht wehren.
Aber die Tochter seines letzen Dienstherren kann ihm helfen. Sie holt ihn aus dem Gefängnis und das Pferd von den Banausen weg.
Sham zeugt, eher ungewollt, einen Sohn. Der gewinnt am Ende das große Pferderennen.
Sham und Agba haben ihre Bestimmung gefunden.

Oh man, was hat mir dieser Junge leid getan. So viel musste er durch machen. So viele geliebte Menschen verlieren. - Das Leben war alles andere als fair zu ihm.
Dazu noch die schmalzig rührige Musik und meine Tränen sind an so einigen Stellen geflossen.
Der Film war altbacken, klar bei dem Erscheinungsjahr, aber er hat auf seine Art fasziniert.
Im Laufe der Handlung wurde aus der Langeweile eine Faszination, die ich allerdings nicht beschreiben kann.
Als Film für die ganze Familie, würde ich den Streifen jetzt nicht bezeichnen. Gerade Kinder können der Handlung mit Sicherheit nichts abgewinnen. Aber für einen Sonntag, als Frau in Depri-Laune... abersolut geeignet.