Donnerstag, 5. Mai 2016

Film #73 - "Taxidermia - Der Ausstopfer"



Was ein krasser kranker Film! - Bitte welches kranke Hirn denkt sich so etwas aus?

Aber der Reihe nach. Die Handlung selber war jetzt gar nicht so daneben. Und zwar spielt das alles im zweiten Weltkrieg. Der Soldat Vendel lebt auf dem Hof seines Leutnants und muss sich von ihm ständig Gängeleien gefallen lassen. Er flüchtet sich immer und immer wieder in seine Fantasien und seine Selbstbefriedigungen. Unter anderem schläft er mit der Frau seines Leutnants und macht sie dick.
Der Leutnant erschießt Vendel, behält aber den Sohn als seinen eigenen.
Der Sohn geht einem ziemlich seltsamen Leistungssport nach. Er ist ein Champion im Wettessen. Und er ist verliebt in die Gewinnerin der Frauen.
Die beiden heiraten. Doch noch am Tag der Hochzeit geht ihm seine frisch angetraute fremd. Ein Sohn kommt heraus, der zwar klein und schmächtig ist, aber anerkannt wird. Er hat eine seltsame Leidenschaft. Er stopft Tiere aus und verdient so auch sein Geld. Sein Vater ist inzwischen fett und bewegungsunfähig und der Sohn hilft ihm. So lang, bis der Vater stirbt und der Sohn ihn ausstopft. Doch der Sohn ist nicht ganz dicht. Er will nämlich am Ende sich selber ausstopfen...

Die Handlung kommt ohne große Effekte aus. Dein Bumm, kein Krach, keine Pyrotechnik. Nichts dergleichen. Einfach nur diese kranke Handlung, die mich auf der einen Seite abgestoßen, auf der anderen Seite aber auch neugierig gemacht hat. Ich habe die ganze Zeit wirklich ziemlich gebannt auf die Handlung geachtet.
Leichte Unterhaltung ist das auf jeden Fall nicht. Einfach nur berieseln lassen, ist hier nicht. Man wird schon dazu angeregt, über das Gesehene mal nachzudenken. - Keine schlechte Sache.
Auch einen vergleichbaren Film kann ich hier jetzt nicht nennen. Dieser Streifen ist ganz eindeutig nicht für die breite Masse gemacht. Sondern wirklich nur für Leute, die keine Filme von der Stange mögen.