Mittwoch, 20. April 2016

Sebastian Fitzek - "Das Joshua-Profil"

ISBN: 9-783-785-72545-0

Endlich der Fitzek, der schon la lang in meiner Leseliste geschlummert hat. Tierisch lang habe ich mich darauf gefreut und nun konnte ich ihn mir endlich zu Gemüte führen. - Und es war einfach nur ein Fest. Nichts anderes hatte ich erwartet und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Der Autor Max Rohde lebt mit seiner Frau und seiner Pflegetochter in Berlin. Mitten im ganz normalen Familienalltag erhält er einen Anruf von einem Mann, den er nicht kennt, der ihn aber unbedingt noch an seinem Sterbebett sehen will.
Während Max Rohde den seltsamen Mann besucht, wird seine Tochter mit KO-Tropfen lahm gelegt  und landet im Krankenhaus. - Dass das keinen besonders guten Eindruck auf das Jugendamt macht, dürfte keinen wundern, denn plötzlich steht eine neue für die Familie zuständige Mitarbeiterin vor seiner Tür, die das Kind mitnehmen wollen. Ganz plötzlich soll sie zu ihren leiblichen Eltern zurück gebracht werden.
Max will das mit allen MItteln verhindern. So flieht er mit dem Kind. - Was allerdings das Falscheste ist, was er hätte machen können. Denn er hat einen Unfall und das Kind ist trotzdem weg.
Nun entspinnt sich ein ziemliches Durcheinander. So Durcheinander, dass selbst ich stellenweise nicht wusste, wem ich was noch glauben kann. - Doch das Fazit der Geschichte ist skandalös und gar nicht so abwegig. Max ist am Ende wohl doch nur reingelegt worden. Und das nicht nur von seiner eigenen Ehefrau, sondern auch von ein paar reichen Geldsäcken.

Auf jeden Fall bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl. Das heißt fünf von fünf Punkten. Es war spannend, kurzweilig und doch leicht zu lesen. Es ist schon länger her, dass mich eine Lektüre die Müdigkeit am Abend so lang hat vergessen lassen. - In dem Fall hier, war das aber so. Ich war endlich mal wieder in der Lage dauerhaft an einem Buch dran zu bleiben und hatte es auch dem entsprechend schnell durch.
Außerdem war es ganz gut, dass ich vorher auch ¨Die Blutschule¨ gelesen hatte. Die Verbindung zu diesem Buch wurde hier hergestellt und ich habe auch das Theater begriffen, was Herr Fitzek damals veranstaltet hat. Er hat seinen Lesern so das Verständnis vom Joshua-Profil erleichtert. Alle Achtung! Ein wirklich genialer Schachzug.

Eine Leseprobe gibt es natürlich wieder auf meiner Website. Ganz ehrlich, legt euch das Buch zu und lest es. So begeistert war ich selber schon lang nicht mehr.

Wir lesen uns!