Samstag, 19. Dezember 2015

Urlaubseindrücke 2015/09

Es war Sonntag, eigentlich der Heimreisetag. Aber es sollte zunächst noch zum Reichstag gehen.

Berlin

Er präsentierte sich ja nicht gerade von seiner sonnigsten Seite, an diesem Tag. Aber da wir ja rein wollten und nicht nur drumherum laufen, sollte das eines der geringsten Übel sein, an diesem Tag.
Wir waren eine vorangemeldete Gruppe. Also hatten wir einen separaten Eingang. - Was ich allerdings nicht so toll fand, wir wurden mit einer weiteren Gruppe zusammen gewürfelt. - Und als wir dann nach einer halben Stunde in einer mehr als steifen Briese vor den Kontrollcontainern warten mussten, durften wir dann auch rein. Hier ging es zunächst durch eine Gesichtskontrolle, dann wurde die Jacke durchleuchtet, man selber musste durch einen Scanner gehen. - Irgendwie wie auf einem Flughafen...
Irgendwie kam mir da der Gedanke, dass die ein richtiges Vertrauensverhältnis zum eigenen Volk haben. Die wittern da hinter jedem Tourist inzwischen einen Anschlag. - Ich würde sagen, dass ist das pure Vertrauensverhältnis...

Drinnen ging es dann an lauter mürrischen Mitarbeitern vorbei, in eine Wartezone, wo noch eine dritte Gruppe zu uns stieß. Chilenen, wenn ich das richtig mitbekommen habe. - Mir kamen keine guten Gedanken. *lach*


Berlin

Im Plenarsaal wurden wir auf den Zuschauertribünen platziert und ein Mann klärte uns mal so richtig auf. Es ging um die Geschichte des Hauses, die Anzahl der Sitze und deren Verteilung. Die Möglichkeiten, die das Baukastensystem da unten bietet und vieles mehr.

Berlin


Und über dem ganzen Geschehen hing der Pleitegeier, oder auch Fette Henne genannt. Das Teil hat die Dimensionen einer 45qm-Wohnung. Das ist genau der Platz, dem ein Hartz4-Empfänger zugestanden wird, der allein lebt. Schon grass....

Nach all dem ging es noch eine Etag höher. In einem überdimensionalen Fahrstuhl, in dem man auch zusammengepfercht wurde, wie ein Schwein in einer Mastanlage, ging es nach oben.

Berlin


Fast wie Hohn flatterte die Deutschlandfahne an allen vier Ecken rund um die Kuppel herum... - Ein Motiv, was mich irgendwie zu stark philosophischen Gedanken verführt.... Die lasse ich hier aber weg.

Berlin


Die Kuppel selber erfüllt mehrere Funktionen. Nummer eins: Der Besuchermagnet. Man läuft in Spiralen am Glas entlang, hat einen Blick über Berlin und weiß, man trampelt der Obrigkeit gerade auf dem Kopf herum. *lach*
Zum zweiten spart sie Energie. Durch die Spiegel in der Mitte, die das ganze Bauwerk ziemlich futuristisch aussehen lassen, kommt Licht in den Plenarsaal. Natürliches Licht, was ja viel besser für Gesundheit und Augen ist.
Innerhalb der Spiegel, in dem Kegel, wird die Abluft aus dem Plenarsaal nach Außen, nach Oben geleitet. Frischluft wird von unten in den Saal gepresst.
Der Nachteil der Konstruktion: Es regnet rein. Ein mal hatte man im Plenarsaal aufgrund dessen ein Feuchtbiotop. Aber das blieb nicht lang.
Ansonsten hat man ganz oben, in der Kuppel, eine Gitterreihe, in die das Regenwasser rein läuft, wenn es regnet. Der Boden selber fällt leicht zur Mitte hin ab. - Das Wasser wird durch Rohre nach unten und außen geleitet. - So bleibt alles relativ trocken.

Ein Wochenende, wo man mal wieder was erlebt hat, geht zu Ende. - Bin mal gespannt, wo es uns als nächstes hin verschlägt.