Mittwoch, 18. November 2015

Giulia Navarro - ¨Die stumme Bruderschaft¨

ISBN: 9-783-44237-499-1

Oha, wieder so ein Buch, von dem ich eine ganze Menge erwartet habe und nicht einen Bruchteil davon wirklich bekommen habe. Obwohl die Geschichte durchaus interessant hätte sein können.... aber irgendwie hat es die Autorin geschafft, beim Lesen das totale Desiinteresse zu erzeugen.

Es geht um das Grabtuch Christi. Das gilt ja heute noch als heilige Reliquie der Kirche. Und in diesem Buch erfährt der Leser, wie es entstanden ist, was es für eine Odyssee durch Verstecke hinter sich hat und dass es am Ende doch als Fälschung entlarvt worden ist. Und doch glauben die Christen noch immer daran.
In diesem Buch ist es sogar so, dass es eine Bruderschaft gibt, die sich als Opfer die Zunge heraus schneiden lässt, nur um von der Bruderschaft und deren Machenschaften nichts zu verraten. Sie sind hinter dem Grabtuch her, weil sie der Meinung sind, dass es ihnen gehört und schrecken auf dem Weg zu ihrem Ziel auch nicht davor zurück, Kirchen in Brand zu stecken.
Genau so einen Brand untersucht die Polizei. Und dabei bedienen sie sich auch eines stummen Gefängnisinsassen, der sie zu seinen Leuten führen soll.

Klingt spannend, wa? Aber auch nur, weil ich die Story jetzt sehr stark komprimiert wieder gegeben habe. In Wirklichkeit zieht sich das seitenlang hin, ohne dass irgendetwas passiert. Der Leser hat einfach nur einen Dialog vor Augen, von Personen, deren Namen er sowiso kaum versteht und der für die Handlung jetzt nicht wirklich von Belang ist.
Immer wieder springt die Autorin in den Zeiten hin und her. Zum einen ist sie in der Gegenwart, wo die Ermittlungen wegen dem Kirchenbrand auf der Stelle treten und im nächsten Absatzt ist dann schon wieder die stumme Bruderschaft dabei, dem Tuch habhaft zu werden, oder aber der Leichnam wird gerade erst darin eingewickelt. - Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich hinter dieses System zu Schreiben hinter gestiegen bin. Und als es dann so weit war, hatte ich auch schon kein Interesse mehr, das Buch überhaut noch lesen zu wollen. Ich habe also alles nur überflogen und am Ende noch weniger behalten und begriffen.
Einen Film im Kopfkino gab es also nicht. Wo soll er auch her kommen, wenn die Autorin in meinen Augen so gar nichts drauf hat. - Nein halt, so ganz stimmt das auch nicht. Die Recherche muss eine Mammutaufgabe gewesen sein und die hat sie dann mit Pravour gemeistert. Nur dann hat sie halt mit ihrem Wissen angegeben, und den Leser damit quasie förmlich gequält.

Das Buch bekommt von mir 3 von 5 möglichen Sternen und ist somit in die Kategorie der Flops eingeordnet. Ein Fall von einmal gelesen und ansonsten bitte nie wieder! Gerade zu diesem Thema gibt es eine Menge Bücher, die wesentlich interessanter sind.
Die Leseprobe muss ich euch leider erst einmal schuldig bleiben. Ich bastel noch an der Website... aber ich bleibe dran und bin auf einem guten Weg.

Wir lesen uns!