Donnerstag, 17. September 2015

Film #44 - Honig im Kopf



Alzheimer kann man schon als eine Art Geisel der Menschheit sehen. Ist es doch eine Krankheit, der auch die Halbgötter in weiß noch machtlos gegenüber stehen. - Und genau um diese Krankheit, bzw. um die daraus resultierenden Probleme, geht es in diesem Film.

Tilda findet es eher lustig, dass ihr Opa so schräg drauf ist. Doch ihre Mutter sieht das anders. Ganz besonders dann, als Hubertus bei ihnen einzieht und das Leben ganz schön durcheinander bringt. Tilda muss ihren Opa immer wieder in Schutz nehmen.
Ihr Kinderarzt klärt sie kindgerecht über die Krankheit auf und was sie mit den Menschen macht. Nun ist für Tilda klar, dass sie ihrem Opa helfen muss. Ihr Opa braucht Aufmerksamkeit und eine Aufgabe. Und Tilda sieht die in einem Trip nach Venedig. - Von da an beginnt eine abenteuerliche Odyssee, die auch die Eltern von Tilda wieder näher zusammen bringt.

So habe ich schon lang nicht mehr bei einem Film heulen müssen. Das war ein total überzeugend gespieltes Gefühlswirrwar, wie man es als Schauspieler auch erst einmal hin bekommen muss. Gerade Emma, die Tochter von Til Schweiger, hat hier eine sehr überzeugende Leistung gebracht. Zwischendrin dache ich wirklich, dass es sich wirklich um ihren Opa handelt und nicht um einen Schauspielerkollegen.
Untermalt wird alles durch Musik aus den Charts, die aber auch sehr passend ausgewählt ist. Zusammen mit den Bildern, die ich da noch gesehen habe, hat mich das komplett gefesselt. Die Tränen liefen ganz von allein und an Beherrschung war in dem Moment nicht mehr zu denken.
Ich mag Til Schweiger als Mensch nicht wirklich. Aber von seinem Beruf scheint er eine ganze Menge zu verstehen. Denn auch dieser Film von und mit ihm, ist absolut sehenswert.