Mittwoch, 22. Juli 2015

Sebastian Fitzek - "Amokspiel"

ISBN: 9-783-8289-8988-7

Ich bereue schon wieder, dass ich diesen Fitzek-Marathon in Angriff genommen habe. Auf diese Weise bin ich nämlich auch auf seine alten Werke gestoßen. Und die kommen mir gerade so richtig megalangweilig vor. - Durch "Amokspiel" habe ich mich mehr oder weniger durchgekämpft. Ich habe um Interesse gekämpft und darum, bei der Stange zu bleiben. Aber am Ende habe ich doch ne halbe Ewigkeit für ein Buch gebraucht, was so dick nun auch nicht war.

Ira ist Unterhändlerin. Doch sie ist auch mit sich selber so ziemlich im Kampf. Sie trinkt, ist bereits abhängig und will sich selber ans Leben - Bis zu diesem Punkt kann man noch behaupten, dass das Buch fesselt....
Aber als es dann eigentlich erst richtig los gehen soll, wird es langweilig. Dann stürmt nämlich der verarschte Mann aus dem Prolog ein Radiostudio, weil er nicht daran glaubt, was man ihm erzählt hat. Er münzt ein Telefonspiel um. Es geht nicht um Geld, sondern um das Leben der Geiseln.
Ira wird zu diesem Einsatz quasi gezwungen, erfährt mittendrin, dass ihre Tochter mit im Studio ist, und schon ist Ende der Dramatik. Der Rest ist langweiliges Hin und Her zwischen dem Geiselnehmer und Ira. Wie verzweifelt sie doch so sind und dass beide nichts mehr zu verlieren haben. - bla bla bla
Die Dramatik, die Fitzek zum Schluss noch einmal versucht aufzubauen, geht jedenfalls komplett unter. Anlenkungen vom Lesen waren herzlichst willkommen und am Ende habe ich über drei Wochen für die paar Seiten gebraucht. - Das war mal ganz schön deprimierend.
Wenn ich den Herrn Fitzek mit diesem Buch kennen gerlernt hätte, wäre ich kein Fan geworden. Aber so wusste ich ja, zu was der Herr fähig sein kann...

Eine Leseprobe gibt es wieder auf meiner Website. So könnt ihr euch selber ein Bild machen.

Wir lesen uns!