Donnerstag, 16. Juli 2015

Film #35 - „Meine Tochter Anne Frank“


FSK: ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 2014
Spieldauer: 90 Minuten

Die Beschreibung sagt:
Amsterdam, 1945: der Kaufmann Otto Frank kehrt nach Kriegsende aus dem Vernichtungslager Auschwitz zurück - mit schweren Verlusten: Seine Frau und seine beiden Töchter Margot und Anne haben im Holocaust ihr Leben verloren. Doch durch Annes Tagebuch, in dem sie ihre Träume, Wünsche, Ängste und Sehnsüchte beschrieb und mit dem sie später zu einem weltbekannten Symbol für Mut und Zuversicht in hoffnungslosen Zeiten werden sollte, lernt er seine Tochter nach ihrem Tod noch einmal ganz neu kennen …

Mein Fazit:
Anne Frank sollte jedem ein Begriff sein, der halbwegs Allgemeinbildung hat. - Richtig, das Mädchen aus den Niederlanden, welches sich mit ihrer Familie vor den Nazis verstecken musste.
In diesem Film wird die bekannte Geschichte nun endlich auch mal aus der Sicht des Vaters erzählt. Es ist eine gelungene Mischung aus der Heimkehrergeschichte und der Entstehung des Tagebuches, wie wir es heute kennen.
Untermalt ist alles mit einer dramatischen, aber passenden Musik. Dabei ist diese nicht aufdringlich. Sie unterstützt den Film, über strahlt aber nicht alles. Hat man so gelungen einfach viel zu selten.
Da es sich um ein Doku-Drama handelt, waren auch Interviews mit Zeitzeugen eingespielt. Schulfreunde, männliche wie weibliche, und Helfer. Auch Miep Gies war dabei. Die hat ja auch ein Buch zu diesem Thema geschrieben.
Nicht selten lief es mir bei den Szenen eiskalt über den Rücken. Die Schauspieler waren einfach zu überzeugend. Man hätte durchaus meinen können, dass die damals im Versteck wirklich eine Kamera dabei gehabt hätten.
Und hat man Otto Frank eingespielt. In dem Moment hatte ich das erste mal Tränen in den Augen. - Ein gelungener Film. Ein Stück Geschichte, wie sie wahrer nicht sein kann.
Der Typ, der dann im Warenlager die Fallen aufgestellt hat, kann froh sein, dass er im Endeffekt nur eine Filmfigur ist. Der hätte von mir ansonsten so dermaßen eine gezimmert bekommen, dass ihm Hören und Sehen vergangen wäre. - Wie fehlgeleitet die Menschen doch damals waren. Ein einzelner Mann hatte eine Macht, wie sie katastrophaler nicht sein kann.
Zum Schluss blieben nur noch die Todesdaten der 7 von 8 Versteckten. Otto Frank überlebte als Einzigster das KZ.

Ein ergreifender Film, der da im Jahr 2014 entstanden ist. Mal wieder ein der wenigen Ausnahmen, bei denen der Rundfunkbeitrag zu etwas Nutze war.