Montag, 29. Juni 2015

Unser Kurzurlaub - letzter Teil

Am Tag unserer Heimreise, die ja nun auch schon wieder fast ne halbe Ewigkeit  her ist, sind wir noch nach Paderborn rein gefahren. Dort habe ich das Heinz Nixdorf-Museum ausgesucht gehabt.

Computerinteressiert bin ich durch meine Tätigkeit als Bloggerin sowieso schon. Aber sich dann mal die komplette Entwicklung anzuschauen, ist schon mal etwas ganz anderes.
Das Heinz Nixdorf Museum ist das größte Computermuseum der Welt.  Es ist benannt nach dem Computerpionier Heinz Nixdorf - also wir hatten damals an einem Nixdorf-Computer die ersten Stunden in Informatik. Das Gelernte kann ich zwar heute so gar nicht mehr anwenden, da alles total veraltet ist, aber immerhin, ich hab mal an so einem Teil gesessen.

Auf 6000 qm Ausstellungsfläche hat man mit über 2000 ausgestellten Objekten die Geschichte von der Entwicklung der Sprache, über die ersten Rechenmaschinen und Buchhaltungshelfer bis heute dargestellt.
Dabei ist das Museum eines zum anfassen. Denn teilweise kann der Besucher dieses Ping-Pong-Spiel, eines der ersten Computerspiele, noch einmal spielen. Ihr wisst schon, da wo nur eine Kugel und zwei Striche auf dem Monitor zu sehen waren und man hat die Striche so rauf und runter steuern müssen, dass der "Ball" nicht ins AUS gerät.
Zu sehen war auch das Schaltsystem einer Telefonanlage, wie wir sie irgendwie täglich benutzen, man konnte sich von einem Apparat zum anderen anrufen und dabei verfolgen, welchen Weg die gewählte Nummer geht, bis es endlich da klingelt, wo es klingeln soll. Und man konnte sehen, wie das Einheitenzählsystem funktioniert.
Interessant waren auch die Möglichkeiten am PC, die man heutzutage hat. - Eine Schulklasse hat die ganze Zeit mit einer sprachgesteuerten Webcam rumgespielt.

Das Heinz Nixdorf Museum ist jetzt nicht unbedingt etwas für jeden. - Stellenweise war es dann doch ziemlich theoretisch, das alles. Aber für mich war es ziemlich interessant.

Das ist "Peter". In der unteren Etage arbeitet "Petra". Beides Roboter, die man mit Hilfe des Touchscreens bedienen konnte und die den interessierten Besucher dann durch die Ausstellung geführt haben.

Das waren dann so etwas wie die ersten Handys oder auch Autotelefone. Riesengroße und sperrige Klopfer, mit denen sich der Besitzer damals aber unheimlich cool vorgekommen ist....