Dienstag, 2. Juni 2015

Pestfriedhof Leiberg

Der Pestfriedhof war auch so ein Ort, den wir in diesem Prospekt gefunden haben. Irgendwie hat mich die Beschreibung so neugierig gemacht, dass ich mir den Ort erst unbedingt mal ansehen musste.

"Im Jahre 1635 wurden hier 400 Pesttote zu ihrer letzten Ruhestätte gebracht. Nach Überlieferungen überlebten 7 Menschen aus Leiberg. Das sansteinerne Pestkreuz aus dem 17. Jahrhundert erinnert an die Epidemie. Ein eisernes Buch auf dem Pestfriedhof schildert die dramatischen Ereignisse, als der "schwarze Tod" im 30-jährigen-Krieg in Westfalen wütete. Noch heute strahlt der eingefriedete Ort eine mystische Atmosphäre aus."

Nach einer kleinen Wanderung mitten durch Felder und Wiesen, erreichten wir einen Waldrand und von da an war es nur noch ca. 100 Meter.

Wir erreichten ein eingezäuntes Gelände. Es war alles grün, Bäume und Büsche wuchsen und es waren innerhalb des eingezäunten Areals lediglich ein paar Wege frei gemät. Ansonsten konnte man den Ort einfach auf sich wirken lassen.

Ein sandsteinernes Pestkreuz - da hat sogar jemand Blumen hin gestellt gehabt.

Ein etwas neueres Kreuz... wird sicher die Ruhestätte eines etwas besser betuchten gewesen sein. Oder aber, Verwandte von ihm haben ihm noch einmal ein extra Kreuz hin gestellt.
Auf jeden Fall waren die Grabstätten an sich nicht mal mehr zu entkommen. Trotzdem schien dieser Ort wirklich so etwas auszustrahen. Man kam sich wirklich vor wie auf einem Friedhof. Ich zumindest lief so lautlos wie nur möglich und stellte fest, dass auch das ein Ort für warme Sommertag sein kann. Zumindest hätte man hier ganz wunderbar seine Ruhe.

Dieser große, alte Baum war so etwas wie die Mitte. Ein kleinerer, angedeuteter Hügel war das. - Das Kreuz was hier zu sehen ist, ist aus dem Jahre 2002, laut Aufschrift.... - Der Baum jedenfalls muss sehr alt sein... ob der wohl schon stand, als die 400 Leute hier beerdigt wurden....

Das war dann also der erste Anlaufpunkt des ersten Tages gewesen. - Ich wäre hier gern länger geblieben. Geschichten spukten mir schon durch den Kopf, die ich durchaus an Ort und Stelle hätte aufschreiben können....

Aber wir wollten ja weiter.... die Wewelsburg wartete auf uns. Darüber lest ihr dann am Sonnabend! (sofern ihr wollt)