Dienstag, 23. Juni 2015

Kurzreise zum Vorletzten: Archäologischs Freilichtmuseum

Wir hatten den Tag (Tag 3) schon sehr gut genutzt. Dabei hatten wir schon Eindrücke gesammelt, die eigentlich schon gereicht hätten. - Aber wen man schon mal unterwegs ist, dann nutzt man die Tage auch aus. - In diesem Fall war es so spät am Tag nicht und wir nutzten das Navi, um noch ein "Point of interest" zu finden.

So landeten wir im "Archälogischen Freilichtmuseum". - Heraus gestellt hat sich dieses Museum als ein Areal, welches sehr interessant gestaltet war. Hier wurden von eine Verein die Behausungen von Stein- über Bronzezeit bis ins frühe Mittelalter nachgebaut. 
Zu sehen waren so etwas wie Indianerzelte, Jurten, germanische Langhäuser, teilweise ganze Gehöfte mit Ziegen der auch nachgezüchteten Schweine von "damals". 
Interessant waren dann auch die Öfen, mit denen die Metallbearbeitung begonnen hat.

Ich will aber nicht zu lang um den heißen Brei reden. Ich lass einfach mal Bilder sprechen.

Nach den Indianerzelten kamen dann diese "Jurten", in deren Eingang ich gerade stehe....

Ein germanisches Langhaus. Der ganze Innenraum besteht aus einem Raum und eine ganze Familie lebte darin. Von ganz jung, bis ganz alt. Wobei die Töchter zu ihren Männern zogen und die Söhne die Schwiegertöchter mit ins Haus der Familie brachten.

Das Langhaus von innen. - Die Feuerstelle und die Holzvorräte gab es auch damals schon. Nur der Kreis aus Bänken stammt aus der heutigen Nutzung für Veranstaltungen. Kinder malen hier zum Beispiel Mehl mit zwei Steinen, wie es damals war.

Später wurden die Häuser dann kleiner. Neu gegründete Familien bauten auch neu. Es entstanden die ersten kleinen Höfe mit zwei- oder dreifelderwirtschaft und Nutztierhaltung.

In jedem Dorf gab es ein so genanntes zentrales Haus. Das war größer als die anderen und wurde für Versammlungen, Gerichtsbarkeiten und ähnliches genutzt.

Ein erster "Ofen". In solchen Öfen brannte man Ton. So entstand quasie das Geschirr, wie wir es heute kennen. Es hat sich nach und nach entwickelt.
Die Öfen wurden dann auch weiter entwickelt, damit man Metalle verhütten konnte. Es begann mit Bronze und ging dann in Gold und Silber sowie Eisen über. - Das dauerte aber alles seine Zeit.

Auch die Bauernhäuser veränderten sich wieder. Sie wurden größer, waren unterteilt. In dem Fall hier sieht man den Wohn- und Schlafraum. Dort gab es dann auch eine Feuerstelle bzw. einen Ofen und in einem weiteren Raum  waren dann die Tiere untergebracht.
Oftmals wurden denn hier die Giebel der Häuser schon als eine Art Dachboden für Lagerung oder auch als Schlafstätte genutzt.

Eine Art erste Scheune, als dann die Wohnhäuser wieder von den Stallungen getrennt waren.

Später kamen dann Häuser, die mit Dachschindeln aus Holz gedeckt waren. - Vom Innenraum unterschieden sie sich noch nicht groß.
Alles in Allem ein sehr interessanter Runtgang. Archäologie zum Anfassen, wenn man so will. Denn die vielen Veranstalunten bringen die Geschichte gerade Kinder sehr gut näher.