Mittwoch, 13. Mai 2015

Eva Völler - „Die magische Gondel“

Zeitenzauber 1
ISBN: 9-783-8432-1070-6

Zeitreise-Bücher sind immer so eine Sache. Wenn der Autor so richtig was drauf hat, dann können die richtig genial werden. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass sich der Autor beim Schreiben mächtig in die ganzen Theorien und Paradoxen verstricke und alles wird nur ein sterbenslangweilige Abhandlung.
In diesem Buch aber, war der erste Fall in Kraft getreten und ich hatte einen riesigen Spaß beim Lesen. Von Anfang an konnte ich die Hauptdarstellerin verstehen, dass sie so reagiert hat, wie sie es tat und dass ihre Gedanken so waren, wie sie sind. Mit mächtiger Spannung habe ich dann auch darauf gewartet, dass der Zeitsprung denn nun endlich stattfindet.

Alles dreht sich irgendwie um die rote Gondel. Die ist selbst in Venedig ganz schön auffällig, weil die Gondeln da eigentlich alle schwarz zu sein haben. - Aber diese ist eben rot. Und auch der Gondoliere ist kein einfacher Mann, der eben diesen Beruf ausübt. Er gehört zum Kreis der einweihten und reist auch quer durch die Zeit. Mit dieser roten Gondel hilft er all denen, die zwischen den Zeiten etwas zu erledigen haben.
Anne geräte da mehr oder weniger zufällig rein. Sie kauft sich eine Maske, da sie ein Souvenier aus Venedig mit nach Hause nehmen will. Dass diese Maske sie dann aber in all das rein reist, was sie in der Folge erlebt, hat sie sich zu dem Zeitpunkt auch nicht träumen lassen.
Und dann dieser Typ. Anne sieht, wie er auf offener Straße, so fern man in Venedig von so etwas reden kann, mit einem Mann kämpft, ihm ein Messer abnimmt und wieder abhaut. Und genau diesen Typ trifft sie an dem Tag wieder, als sie ins Venedig von 1499 verreist. - Doch, wie gesagt, so zufällig war das gar nicht. Die Katzenmaske symbolisiert, dass sie in 1499 etwas verhindern muss, was den Lauf der Dinge verändert, damit die Zukunft nicht so düster ausgeht. - In dem Fall muss Anna einen Mord verhindern. Und das wiederum verhindert, dass Venedig in ihrer Zeit nicht ein stinkender, alter Trümmerhaufen ist.
Es dauert nur eine Weile, bis heraus kommt, dass Anna eine Aufgabe zu erledigen hat. Und so muss sie sich mit allen Unannehmlichkeiten dieser Zeit abfinden. - Aber mit dem Messer-Typen kommt sie sich näher.Der heißt übrigens Sebastiano und von dem ist Anna abhängig, wenn sie in ihre Zeit zurück will.
Ganz dramatisch wird es dann, als Sebastiano verwundet wird und im Jahre 1499 eine Lungenentzündung bekommt. - Wenn die Zeitsprünge nicht wären, wäre das sein eindeutiges Todesurteil gewesen.
Eine wirklich spannende Geschichte, in der sich Gut und Böse immer irgendwie bekriegen und am Ende natürlich das Gute zu gewinnen hat. - Außerdem kann Anna bei ihrem Vater punkten, da sie sich plötzlich so brennend für seine Arbeit zu interessieren scheint.

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen. - Außerdem bin ich mächtig froh, dass ich auch Band 2 und 3 der Reihe gleich da habe. So bleibt mir eine quälende Warterei erspart. Denn am Ende der Story passiert etwas, das noch sehr sehr viel Spielraum für viele viele weitere Bücher bereit hält.
Erschienen ist das Buch im August 2011 im Baumhaus-Verlag. Es hat 336 Seiten und ist bereits im Februar 2014 neu aufgelegt worden. Sprichte ja wohl einmal mehr FÜR dieses Buch. Denn wenn es schlecht gewesen wäre, wäre es auch kein weiteres Mal aufgelegt worden.

Für alle, die sich ein eigenes Bild von diesem Buch machen wollen, habe ich auf meiner Website wieder eine Leseprobe bereit gestellt.


Wir lesen uns!