Dienstag, 14. April 2015

Asylanten auf dem Land - Teil 4

... und schon wieder hat sich mir ein neuer Aspekt der hier in Kürze anstehenden Problematik ergeben.  - Die Zeit ist nah, dann ziehen die ersten Immigranten bei uns im Ort ein.

Das Problem Nr. 1, nämlich die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten, besteht noch immer. Und es ist auch nicht ersichtlich, dass sich da in nächster Zukunft etwas daran ändert.... Man wird sehen, wie man das löst.
Auch unserer Ärztin, sowie die ansässige Zahnärztin haben gesagt, dass sie definitiv bereits überlastet sind und um keinen Preis mehr neue Patienten aufnehmen. (Dabei ist die Nationalität total egal)

Aber worauf ich in diesem Post eigentlich hinaus will:
In einem Ort in unserer Nähe haben sie auch Asylanten bekommen. Allerdings haben die da eine Bürgerinitiative gegründet, und diese Menschen stellen sich zwischen unsere Regierung und die Immigranten. - Und das fruchtet bei denen!

Zum Einen werden die Menschen aus der Erstaufnahmeunterkunft quasie raus geschmissen, haben Zeit Sack und Pack zu schnappen, werden dann ohne Sprachkenntnisse und Bekleidung in öffentliche Verkehrsmittel gesetzt und bekommen gesagt, wo sie aussteigen sollen. - Das wars. Die Leute können ja nicht mal nach dem Weg fragen....

In dem Ort jedenfalls ist da aufgefallen. Die Bürger bringen die zu ihrem Heim. Ansonsten wissen die Leute eben auch nicht weiter.
Dann hat die eine Frau erzählt, dass sie die Leute von Anfang an integriert haben. Sie hat allerdings auch gesagt, dass es auch Probleme gegeben hat und mit manchen auch immernoch gibt.
So war zum Beispiel Kleidersammlung und die Säcke standen vor den Haustüren. Die Asylbewerber haben die Säcke alle aufgerissen und darin herum gewühlt, weil sie dachten, das wäre für sie. - Hier hat dann jemand den zuständigen Sozialarbeiter angerufen... den Leuten wurde vernünftig erklärt, warum die Säcke da stehen und die sind wohl auch gleich wieder durch den Ort, um alles wieder in Ordnung zu bringen.

Auch wenn Feste sind, sind die "neuen" mit dabei. Teilweise haben sie wohl sogar landestypische Speisen gemacht und so das Angebot erweitert. Auch wenn ein privater da was an seinem Haus macht, helfen die wohl ganz uneigennützig mit. Kurz: Sie sind ganz normale Anwohner!

Fakt ist aber auch: Der Fall einer Familie, die in Deutschland Nachwuchs bekommen haben. Die 500 Euro für das Baby, die wohl jede Mutti für die Erstausstattung bekommt, haben sie nach Hause, in den Kosovo, überwiesen. - Dann aber jammern und schimpfen, dass sie kein Babybett bekommen. - Auch hier hat die Initiative klar gestellt, dass dazu die 500 Euro gedacht waren, und dass sie jetzt eben ohne klar kommen müssen.


Das alles sagt mir jetzt jedenfalls: Vorurteile sind da. Waren sie in diesem anderen Ort auch! - Die haben nur mit der Initiative von Anfang an dagegen angekämpft.
Wenn das Zusammenleben klappen soll, müssen diese Menschen auch bei uns integriert werden, so gut es eben geht...
Und wenn mal jeder ganz ehrlich in sich rein hört, die Asylbewerber sind an ihrem Ruf selber schuld! Sie benehmen sich daneben und erarbeiten sich so eine negative Einschätzung. Der Deutsche sieht nur das Fehlverhalten, macht aber keine Rückfragen, ob das nicht im Herkunftsland so üblich ist und die Leute das eventuell nicht anders kennen.


Und was mir ganz sauer aufstößt:
Unsere Obrigkeit VERARSCHT uns! - Die einen reden davon, dass am 15.04. die ersten Personen eintreffen. Andere reden vom 22.04. Rein rechtlich ist es jedenfalls so, dass sie uns einen genauen Termin nennen MÜSSEN. Man verlangt ja schließlich auch von uns, dass wir die Leute akzeptieren und integrieren. Dann sollte man schon auch wissen, ab wann...