Samstag, 4. April 2015

Asylanten auf dem Land - Teil 3

Kommen wir nun zu der eigentlichen Versammlung:

Der Herr Krebs hielt eine weitschweifende und doch nichtssagende Eröffnungsrede. Zum Schluss verlangte er eine Schweigeminute für die Opfer des Flugzeugselbstmörderunglücks... - Die Leute murten und erster Unmut machte sich breit.

Nachdem Herr Krebs eine schier ellenlange Litanei von Pflichten und Flüchtlingsströmen daher gegebetet hatte, kam er zur Sache. - Das Gebäude war einfach zu gut geeignet. Da brauchten nur Betten rein gestellt werden!

Dann bekamen die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen, was auch zahlreich getan wurde.
Ganz großes Problem - die Sicherheit...
nicht nur ich habe bedenken, was die Kriminalität hier im Ort angeht, sonder ALLE! - Herr Krebs bildete sich doch wirklich ein, er beruhigt uns, wenn er uns von einer Bürokraft vor Ort labert, die zu den üblichen Bürozeiten da ist.
Dann soll es noch einen Wachdienst geben.

Nächstes Problem:
Die Leute können sich nicht versorgen. Hier ist NULL Infrastruktur.
Herr Krebs verwies auf die rollenden Supermärkte, was großes Gelächter hervor rief. Außerdem redete er von Bussen, die wohl alle Stunde fahren sollen...

Nächstes Problem:
Die Gesundheit - Die Kinder der "Flüchtlinge" gehen in den Kindergarten und in die Schule. Die Impfungen, welche bei uns Pflicht sind, sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben. - Die Erkrankung völlig fremder Kinder, DEUTSCHER Kinder wird billigend in Kauf genommen.

Nächstes Problem:
Zu welchem Arzt sollen die Herrschaften denn gehen? - Unsere Ärzte im Ort sind ausgelastet. Und in der Stadt sieht es nicht viel anders aus.... - Wir sind hier im OSTEN Deutschlands. Und dann noch in ländlicher Gegend.... - Schon mal was von Ärztemangel gehört?

Es ging ewig hin und her. Die Herrschaften auf dem Podium sagten eine Menge, ohne wirklich eine Aussage zu machen. Heraus spiegelte sich jedenfalls, dass das Projekt hier null durchdacht ist. Immer wieder kam man auf das doch so gut geeignete Haus zu sprechen. - Dass um dieses Haus Menschen wohnen, die in ihrem Leben eingeschränkt werden, wurde nicht bedacht.
Fakt ist auch weiterhin, wir bekommen keine Kriegsflüchlinge... Man erzählte uns etwas von Italienern, Spaniern, Kosovo-Albanern und Serben. - Alles so genannte sichere Herkunftsländer. Das sind in meinen Augen keine wirklich hilfsbedürftigen Menschen. Das sind Menschen, die lediglich in die soziale Hängematte wollen. Ist ja auch einfacher, als das eigene Land wieder aufzubauen.
Fakt ist auch, dass wir mit 100 Leuten rechnen müssen. - Und das auf ein 600 Seelen-Dörfchen. 
Angeblich wurde ein Feuerwehrrettungskonzept sowie ein Kontroll- und Löschplan mit der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr abgesprochen. - Der Wehrleiter war zugegen und wusste von nichts!
Nachdem auch der Busplan in den Händen der hohen Herrschaften war, viel ihnen die Kinnlade auf den Tisch. Sicher fahren Busse... nur wenn man auf dem Busbahnhof landet, hat man noch lang keine Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel erreicht....
Wenn die Rede von unseren Ängsten war... Gesundheit... Kriminalitätsrate... Was machen diese Leute den ganzen Tag? - Man kam uns mit Statistiken, Erfahrungswerten aus Statistiken und wieder Statistiken. - Ach ja, und dann war ja das Haus soooooooooo gut geeignet.

Ach so, die Story mit der Polizei... 
Es sind wohl auch unsere Polizisten überlastet. Als es auf der letzen Kirmes zu einer Bedrohung durch Schusswaffen kam, brauchten die hiesigen Beamten 45 Minuten, bis sie zur schnellen Hilfe hier waren. - Bis dahin hätte der ganze Saal schon im eigenen Blut liegen können....
Auch bei der Veranstaltung war Polizei zugegen. - Aber bestimmt nicht zum Schutz der Einwohner des Ortes... da waren wohl eher die Podiumshocker zu beschützen...

Ich glaube, meinen Hund werde ich nicht mehr im Ort ausführen. Zum Glück, habe ich ein Auto und kann weg fahren und woanders mit dem Tier laufen. 
Und ich glaube auch, ich werde mir eine Notwehrwaffe zulegen. Irgendein Spray oder sowas.... - Auf die Polizei brauche ich nicht hoffen. Denn die armen Flüchtlinge sind ja traumatisiert. Da bin sowieso automatisch ich die Schuldige....

Ein Bürger sagte so etwas wie: "Das Projekt ist nicht durchdacht! Wir sind Opfer eines Experimentes. Und es fühlt sich an, wie Fliegen ohne Landebahn!" - Genau so ist das.


Da ich diese ganze Geschichte ja nun mit erleben MUSS!!! - Werde ich wohl auch von weiteren Aufregern berichten. 

Meine Aussage dazu nur: ICH HABE ANGST!!!