Mittwoch, 25. März 2015

Tess Gerritsen - „Grabkammer“

ISBN: 9-783-4423-7227-0

Tess Gerriton? Echt jetzt? - Ist das nicht son bescheuerter Krimi- Kram? Aber ich mag doch keine Krimis.
Ja, ich habe gezweifelt. Und wie... Aber am Ende hat die Tatsache gesiegt, dass das Buch nun mal in der Liste war. Also habe ich es dann auch gelesen.
Alles beginnt mit einer Mumie. Diese wird beim Aufräumen im Keller eines Museums gefunden. Ein Wunder, dass sie überhaupt jemals entdeckt wurde, denn sie war nicht katalogisiert.
Bei der Untersuchung treten jedoch Ungereimtheiten auf. Die Leinenbinden sind zwar 2000 Jahre alt, die Mumie darin jedoch nicht. Irgendjemand hat sich wohl angeeignet, wie die Verstorbenen mumifiziert worden sind und wendet das jetzt auf seine Mordopfer an.
An der Untersuchung beteiligt ist auch die junge Archäologin Josephine Pulcillo. Sie reagiert ziemlich seltsam, als man der Mumie eine persönliche Kartusche entnimmt, die auf den Namen ihrer Mutter hinweist. Sie glaubt, ihre Mutter ist tot und jemand will sich einen Scherz mit ihr erlauben.
Doch es bleibt nicht bei der einen Mumie. Denn jemand schickt ihr anonyme Hinweise, die an einen Namen adressiert worden sind, den sie nicht mehr führt. Josephine findet dann auch in ihrem Auto einen mumifizierten Leichnam und verreist zu einer Freundin. Dss schüttelt ihren Verfolger allerdings nicht ab. Er stöbert sie auch da auf, mit schrecklichen Folgen. Und selbst als Josepine unter Polizeischutz steht, kann er sie entführen
Dann entwickelt sich alles zu einem großartigen Finale. Ich war ja bis hier schon total gefesselt und habe mit gerätselt, aber das Finale war dann ganz anders, als ich es mir zunächst gedacht habe.

Ich war jedenfalls komplett gefesselt und total von den Socken. Krimi ist wohl doch nicht gleich Krimi und man sollte dem Klappentext mal doch genauere Beachtung schenken. Ich gebe zu, dass es am Ende doch nur die Mumie war, die mich auf diese Lektüre neugierig gemacht hat.
Alles hat sich prima lesen lassen, war gut beschrieben und hat doch noch genug Platz für die eigene Fantasie gelassen. Es handelte sich eben nicht um eine stoische Beschreibung einfacher Ermittlungsarbeit, sondern auch die Psyche wurde gut mit einbezogen.

Die aktuelle Auflage des Buches erschien am 01.08.2011 im Blanvalet Taschenbuch Verlag. Die Erstausgabe ist vom 18.05.2009.
Bewertet habe ich das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen. - Volle Punktzahl also und durchaus ein Buch, dem man sich ruhig mal widmen kann.

Wer sich selber einen Einblick verschaffen möchte, kann das gern auf meiner Website tun, auf der sich wieder eine Leseprobe befindet.

Wir lesen uns!