Dienstag, 1. Juli 2014

Thomas Thiemeyer - „Valhalla“

ISBN: 978-3-426-42412-4

Alles klar, die Nazis hatten definitiv seltsame bis fanatische Vorstellungen, aber ob sie wirklich so weit gegangen wären, wie es Thomas Thiemeyer in seinem Buch „Valhalla“ beschreibt.... naja, wenn man bedenkt, was in den Konzentrationslager an medizinischen Versuchen gelaufen ist, dann kann ich mir auch vorstellen, dass sie wirklich versucht haben, irgendwie einen Supersoldaten zu erschaffen.

Der Autor beschreibt in diesem Buch ein wirklich unfassbares Szenario. Alles beginnt damit, dass unter einer dicken Eisdecke ein seltsames, steinernes Labyrinth entdeckt wird. Natürlich wird ein Team von Forschern und Archäologen dorthin geschickt, weil man das alles genauer untersuchen will. Aber als dann nach der Öffnung eines steinernen Tores eine wirklich seltsame und rapide fortschreitende Krankheit im Team auftritt, die alle in kürzester Zeit sterben lässt, wird das Projekt noch einmal genau unter die Lupe genommen. Dabei entdeckt man dann, dass das Labyrinth auch schon von den Nazis als Forschungslabor genutzt wurde. Während der Forschungen ging etwas schief und das Virus trat aus und raffte auch da alle Leute dahin.
Bis dahin war ich gefesselt. Einfach unfassbar, was der Autor hier für ein Szenario entworfen hat.

Später stellt sich heraus, dass doch eine Archäologin überlebt hat. Und das auch nur, weil sie schwanger ist, davon nichts wusste und der Fötus irgendetwas mit dieser Heilung zu tun hatte. - Nachteil an der Sache nur, dass das Kind an genau dieser Krankheit wohl nach der Geburt sterben wird...
Hannah Peters verdankt diesem ungeborenen Wesen ihr Leben und ist nun der Meinung, dass auch sie etwas für dieses Leben tun muss. - Ab jetzt wird das Buch zum Thriller durch und durch. Denn Hannah Peters muss nicht nur unter Schutz von eigenem Leib und Leben durch die Arktis zu diesem Labyrinth gelangen, sondern sie und das Team müssen außerdem zusehen, dass sie von den Russen nicht erwischt werden, die die alte Station inzwischen annektiert haben und das Virus weiter erforschen.

Ich habe an dem Buch förmlich geklebt! Immer wieder schwebten die Protagonisten in großer Gefahr. Immer wieder kam es zu Schießereien und Todesfällen von Leuten, von denen man es nun wirklich nicht gedacht hat. Selbst einer der Bösewichte lenkt noch in der Handlung um und wechselt auf die andere Seite. Dabei wirkte auch der so geltgeil und fanatisch, dass man echt dachte, er wäre über Leichen gegangen....
Ein Wechselbad der Gefühle hat diese Lektüre begleitet. Ich war gebannt und wenn ich gekonnt hätte, wie ich es wollte, hätte ich auf Essen und Schlaf und Arbeit verzichtet, einfach nur um zu wissen, wie die Story denn nun endlich aus geht.

Wirklich lohnenswert. Und für Leute, die Thomas Thiemeyer und seinen Schreibstil noch nicht kennen, habe ich wieder eine Leseprobe auf meine Website getan.


Wir lesen uns!