Samstag, 7. Juni 2014

Richelle Mead - „Blutschwur“

Vamyre Acadamy 4
ISBN: 3-802-58204-7

Teil 4 der Reihe beginnt mal gleich mit purer Action. Keine langen Erklärungen, kein Geplänkel, sondern gleich ein handfester Streit zwischen Rose und Lissa, weil Rose ihrem „Schatz“ hinterher will, weil dieser zu einem Strigoi gemacht worden ist. Lissa dagegen hat sich schon so sehr an Rose ihre Gegenwart gewöhnt, dass sie erst einmal gar nicht damit klar kommt, dass Rose sich wirklich allein auf den Weg machen will.
Schon am Anfang habe ich gemerkt, dass da etwas passiert, was gar nicht gut sein kann. Nicht für Rose und nicht für Lissa. Und das weitere Lesen hat mir das dann auch nur wieder bestätigt.
Rose macht sich auf den Weg nach Sibirien, bzw. Russland. Durch das Geld von Adrian kann sie sich ohne Geldsorgen bewegen und bringt auf diese Weise mehr als einen Strigoi zur Strecke. Nur keiner von ihnen ist Dimitri. - Dann trifft sie auf einen Alchimisten. Ein Mädchen etwa in Rose ihrem Alter, die scheinbar die ganzen toten Strigoi hinter Rose weg geräumt hat.
Bei den Gesprächen zwischen den Mädchen ließ die Autorin keinen Zweifel aufkommen, dass Rose eigentlich nur neugierig war und die junge Alchimistin ihren Job nur macht, weil sie ihn quasie geerbt hat und mit ihrem speziellen Tattoo eine Verpflichtung eingegangen ist.
Rose jedenfalls landet auf Umwegen bei Dimitri seiner Familie, wo sie aufgepeppelt und gesund gepflegt wird, nachdem sie eine schlimmere Verletzung erlitten hat. Außerdem tritt ein wirklich seltsamer Dhampir in ihr Leben. So eine Art Mafioso, der hinter ihr hinterher zu sein scheint. Er will sie immer und immer wieder zurück ins Internat schicken. Nur Rose ihr Dickkopf sorgt dafür, dass er sie dann zeitweise in Ruhe zu lassen scheint.
Harter Stoff ist noch einmal die Stelle, in der Rose Dimitris Familie gegenüber endliche mit der Sprache heraus rückt. Die Familie wusste von dem Kampf mit den Strigoi in der Schule, jedoch nicht, was im Anschluss mit Dimitri geschehen war. Rose hat nun die unangenehme Aufgabe, seiner Mutter, seiner Großmutter und den Schwestern die Nachricht von seinem Strigoi-Schicksal zu überbringen.
Die Familie macht sogleich eine Art Drauerfeier. - Das macht man bei ihnen wohl so, weil ein Strigoi ein Toter ist, in den Augen der Damphire.
Im Anschluss macht Rose die Bekanntschaft zweier sehr interessanter Menschen. Dimitris Großmutter führt sie zu einem Paar. Ebenfalls eine Moroi und ein Dhampir, welche durch ein Band miteinander verknüpft sind.

Bis dahin schien die Handlung förmlich zu rennen. Ich habe nur am Rand mitbekommen, dass in der Schule ein neues Mädchen die Nähe von Lissa sucht. Mir ist zwar aufgefallen, dass Lissa des Öfteren mal aus der Rolle gefallen ist, Alkohohl trinkt und sich von einer peinlichen Situation in die andere stolpert. Doch es war mir bis dahin nicht bewusst, was das am Ende noch geben würde.

Doch zunächst einmal macht sich Rose wieder auf die Suche nach Dimitri. Den findet sie auch, allerdings anders, als sie sich das erhofft hat. Sie wird nämlich KO geschlagen und wacht als Gefangene in einem Luxuszimmer auf.... - Rosa ist auf einem Landgut bei Novosibirsk. Es gehört ausgerechnet der schon länger verschwundenen Lehrerin. Auch sie ist ein Strigoi geworden. Dimitri ist so etwas wie ihre rechte Hand und nur er hat dafür gesorgt, dass auch Rose noch kein Strigoi ist.
Fluchtversuche scheitern an dem Gefängnis selber und an der Liebe zu Dimitrie. - Rose wird sogar so etwas wie seine Bluthure....

Am Ende steht Rose der Kampf ihres Lebens bevor. Sie MUSS Dimitri den Pflock ins Herz stoßen, weil sie im Grunde ihres Herzens weiß, dass er diesen Zustand nie wollte, in dem er jetzt ist.
Doch auch das ist noch nicht die Spitze des Eisbergs. Denn Lissa ist in der Schule einer ganz anderen Gefahr ausgesetzt, aus der sie aus eigener Kraft unmöglich raus kommen kann.

Spannung pur. Kaum eine Stelle, an der ich mal augenrollend und stöhnend lange Erklärungen lesen musste. Irgendwie war dieses Buch mal so komplett anders gestrickt als die anderen bisher. - Das kann allerdings durchaus auch daran gelegen haben, weil die Handlung einfach mal an einen anderen Ort gelagert wurde und weil mal ein paar Personen mehr ins Spiel kamen.
Ziemlich magisch war dieses Buch angehaucht. Denn Rose lernt sehr viel über das Band, welches sie mit Lissa verbindet und was man noch so alles damit machen kann....

Ich will das Buch jetzt wirklich nicht irgendwie total zerreden und sage deshalb, dass eine Leseprobe, wie immer, auf meiner Website zu finden ist.


Wir lesen uns.