Dienstag, 22. April 2014

Timur Vermes - „Er ist wieder da“

ISBN: 978-3-8387-2019-7

Ich habe nur gelesen, dass es in dem Buch darum geht, dass Adolf Hitler wieder aus der Versenkung auftaucht und dann auch noch in Berlin Neuköln. - Sofort wusste ich, dass ich das Buch auf meiner Leseliste dazwischen schieben musste.
Und was soll ich sagen, ein Lückenfüller, der sich durchaus gelohnt hat.
Das Buch ist komplett in der Ich-Form geschrieben. Zwar ist alles in einer ziemlich altbackenen Sprache geschrieben, eben so, wie man sich zu adolfs Zeiten ausgedrückt hat, aber dazu kamen dann noch so moderne Begriffe, wie Faxgerät, Computer oder Maus. Das waren dann wieder Fernschreiber und Mäusegeräte... schon wirklich stellenweise oft amüsant.

Adolf Hitler wacht nun also vollkommen partei- und mittellos in einer ihm vollkommen fremden Zeit auf. Er wundert sich über die viele Werbung und hält die Ausländer für Zwangsarbeiter. Und ausgerechnet so ein „Zwangsarbeiter“ hilft ihm aus der Patsche, in dem er ihn erst einmal in seinem Kiosk übernachten lässt. - Hier ist das Entsetzen dann allerdings noch größer, als er mitbekommt, dass Deutschland nun von einer Frau regiert wird. Das kann er gar nicht verstehen.
Auch so scheint alles nicht so ganz zu laufen, wie er es sich für Deutschland einmal ausgemalt hat. Der Krieg ist verloren, seine Reden werden als Satire aufgefasst und statt in seiner Partei, landet er in den Medien.
Natürlich darf auch etwas von der Bildzeitung nicht fehlen. Die lobt der Herr Hitler nämlich erst, weil sie ja so eine tolle große und bunte Schrift hat... später dann, als die Bildzeitung dem neuen Stern am Komediehimmel nicht mehr so gewogen ist, wird es dann doch ein Schundblatt...

Ich habe das Buch jedenfalls fast in Rekordzeit durch gehabt. Eins fix drei war alles gelesen. - Wobei ich mich beim Lesen dann doch auch ganz schön konzentrieren musste, aufgrund der Sprache. - Auf jeden Fall mal wieder ein Buch, was mit Sicherheit die Geister wieder spaltet Anhänger finden wird und sicher auch gefunden hat, als aber auch teilweise nicht so wohlwollend aufgenommen werden wird.

Eine Leseprobe gibt es, wie üblich auf meiner Website.


Wir lesen uns!