Montag, 17. März 2014

Mika Waltari - „Sinuhe der Ägypter“

ISBN: 3-404-00494-9

Eine historische Begebenheit, wie sie unspannender nicht erzählt werden konnte. Der ganze Text hat sich lesen lassen, als wäre Sinuhe gezwungen worden, seine Geschichte zu erzählen. Die Unlust dazu, habe ich quasi in jeder Zeile spüren können. Zu Ende gelesen habe ich die Seiten trotz allem, da ich ja dann doch wissen wollte, was Sinuhe so alles erlebt und wo es ihn so hin verschlägt.

Das ganze Buch ist in verschiedene Bücher aufgeteilt. So ließen sich die verschiedenen Zeitspannen gut unterscheiden.
Alles begann damit, dass Sinuhe seine Ausbildung zum Arzt im Tempel des Lebens begonnen hat. Hier erzählt er von den verschiedenen Behandlungen, die die Jungen erfahren.
Als er dann ein ausgebildeter Arzt ist, geht er auf Reisen und lernt so Babylonien kennen. So zumindest bezeichnet er das Land. Dort geht er fast seines Dieners verlustig, der sich von falscher Macht blenden lässt. Nur mit einer List kann er fliehen und auch die kretische Tempeltänzerin Minea retten.
Minea möchte natürlich zurück nach Kreta. Sie lebt Keusch und lehnt jedes Angebot von Sinuhe ab. Dieser zürnt ihr allerdings nicht, sondern macht alles in seiner Macht stehende, um ihnen die Überfahrt gen Kreta zu ermöglichen.
Seine Fähigkeiten als Arzt sind aber so gut, dass man ihn am liebsten in der Stadt behalten möchte. Er lernt viel über die Hethiter, reist dann aber doch ab.

Auf diese Art und Weise langweilte mich das ganze Buch mit altmodischer und komisch wirkender Wortwahl, elend langen Schachtelsätzen und einer nicht vorwärts gehenden Handlung. So ziemlich zum Schluss hin, habe ich die ausschweifenden Reden einfach nur noch überblättert, weil ich das Buch einfach nur noch hinter mich bringen wollte. Es hat mich angeödet und nur mein Hang dazu einmal begonnene Bücher auch zu beenden, hat mich weiter lesen lassen.

Einige Begebenheiten hat es in der ägyptischen Geschichte ja auch wirklich gegeben. Zum Beispiel, dass der Gott Amon alle anderen Götter quasie verdrängt hat und dass daraus Unruhen entstanden sind. Aber ob dieser Sinuhe wirklich genau so gelebt und gewirkt hat, wage ich mal ganz stark zu bezweifeln.

Ich bringe es nicht übers Herz, dieses Buch jetzt und hier zu empfehlen. Dafür war es einfach viel zu beschissen geschrieben. Aber eine Leseprobe gibt es trotzdem auf meiner WEBSITE.


Wir lesen uns!