Montag, 10. März 2014

Andreas Gößling - „333- Die Dämonenpforte“

ISBN: 978-3-570-30491-4

Oh man, wer hätte gedacht, was sich so alles aus einer einfachen Beerdigung ergeben kann... - Marian ist mit seiner Mutter zu einer solchen unterwegs. Sein Urgroßonkel ist gestorben. Er hat immer von der Familie abgeschieden gelebt und als „Kauz“ haben ihn alle bezeichnet. Auch den Kontakt zu ihm hat man gemieden. - Aber zu seiner Beerdigung kommen sie alle. Denn der Onkel war reich und jeder noch ferne Neffe oder Nichte hoffen auf ein Stück vom großen Geld des Onkels.
Doch schon die Anreise gestaltet sich für Marian und seine Mutter recht abenteuerlich. Denn es ist dunkel, als sich die Mutter verfährt und mitten im Moor, mit ihrem Golf aufsitzt und fest steckt. Doch sie stecken vor dem Haus eines verschrobenen Professors fest, der sich nicht nur als guter Freund des Onkels, sondern auch als sehr hilfsbereit heraus stellt.

Die Beerdigung selber ist ziemlich seltsam. Denn kein Pfarrer spricht eine Grabrede, sondern die Freimaurer-Brüder des Onkels setzen ihren verstorbenen Meister mit ihren Ritualen bei. - Keiner der Familienmitglieder sagt etwas, weil es auch die Brüder sind, die dann nach dem anschließenden Leichenschmaus verkünden, dass keiner in der Familie auch nur einen Krümel erbt, sondern alles an sie, seine Brüder, geht.
Marian bekommt von einem dieser Brüder noch einen seltsamen Brief zugesteckt, den er unter größter Geheimhaltung öffnen soll. - Und zu diesem Zeitpunkt sieht Marian auch zum ersten Mal dieses Mädchen im Hof des Hotels...

Marian seine Mutter ist sehr erbost darüber, wie die Erbschaft geregelt wurde. Sie war wirklich der Meinung, dass der Onkel sein Vermögen zumindest zu einem Teil ihr und ihrem Sohn zuspricht. Die beiden sind nämlich in regelmäßigen Abständen pleite und könnten die Finanzspritze gebrauchen.
Marian hat in der Zeit schon einmal in den Umschlag gesehen, den Brief des Großonkels gelesen und damit begonnen, dieses seltsame magische Muschelding zu erforschen, welches in dem Umschlag war.
Marian gerät in das seltsamste Abenteuer, was er je erlebt hat. Er entdeckt seine magischen Fähigkeiten, ergründet alte Sagen und Mythen, schlüpft in den Körper eines Jungen, der vor 333 Jahren gelebt hat und versucht hat, in die Loge zu kommen....
Spätestens ab diesem Zeitpunkt hat mich die Story förmlich aufgesogen. Es wurde von Seite zu Seite verworrener und unglaublicher. Alles war aber so geschrieben, dass ich es doch für bare Münze genommen habe und wirklich geglaubt habe, was ich da gelesen habe. - Die Loge der Freimaurer gibt es schließlich wirklich, es weiß nur keiner, wer die sind und was die genau machen. Warum also sollten die sich nicht mit Magie beschäftigen. Es gibt schließlich mehr Dinge zwischen Himmel und Himbeereis, als sich ein normaler Mensch erträumen kann....

Marian jedenfalls stürzt in ein sehr aufregendes und lebensgefährliches Abenteuer, lässt sich dabei noch auf ein ziemlich seltsames Mädchen ein, die nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben scheint und wird so auch noch Dorfgespräch.
Seine Mutter indes trifft auf eine Urlaubsbekanntschaft, die auch alles andere als „normal“ auf Marian wirkt.

Was mir allerdings die ganze Zeit schleierhaft war: Wie alt ist denn Marian nun eigentlich? Er ging wohl noch zur Schule, er hat lange Haare und scheint total auf Rebellion gebürstet zu sein. Aber, in der Liebesbeziehung, die dann während der Handlung entsteht, wirkt er um so vieles erwachsener. Auch diese magische Komponente, die dann in die Handlung einfließt, passt nicht so wirklich zu einen Schüler im Teenageralter.

Ich hatte das Buch jedenfalls ziemlich schnell durch, wurde richtig gut gefesselt und unterhalten und bin froh, dass ich auf diesen Titel gestoßen bin, bei meinen Suchen nach neuem Lesestoff...

Eine Leseprobe gibt es, wie üblich, auf meiner WEBSITE!


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