Samstag, 8. März 2014

Andrea Schacht - „Mac Tiger – Ein Highländer auf Abwegen“

ISBN: 978-3-641-01807-8

Was war das doch eine goldige Geschichte, irgendwie leichte Kost, aber doch so spannend, dass es mich gerade mal zwei Nachmittage „gekostet“ hat, auch wirklich alles zu lesen. - Und am Ende war es dann wie immer. Ich war traurig, dass ich den Lesestoff so schnell verschlungen hatte und der Spaß schon wieder ein Ende hatte.l
Der Stoff war so spannend, dass ich sogar im Wartezimmer vom ZAHNARTZ lesen konnte und darüber meine Nervosität und Angst vergessen habe. - Und das ist mal eine Leistung, die fast unmöglich ist!!!

Ok, alles beginnt mit einer „armen“ Nichte, die mit dem Namen „Margita“ gestraft ist, aber von allen nur Maggi genannt wird. Sie ist auf einer Bildungsreise per Bus in schottischen Landen. - Ihre Tante, immer steif, unspontan und super korrekt, reißt mit ihr, probiert unbedingt ein typisch schottisches Gericht und es kommt, wie es kommen muss. Sie verträgt es nicht besonders gut und Maggi muss sie nun pflegen. Dabei wirkt die Tante immer unzufrieden und mir kam schon an dieser Stelle der Verdacht, dass die Frau lediglich mit sich selber unzufrieden ist.
Am nächsten Tag jedenfalls, soll die Abreise weiter gehen und die Tante fühlt sich so gar nicht in der Lage dazu. Sie liegt im Bett und macht auf sterbender Schwan. Auch der Besuch einer besonders nervigen Mitreisenden kann sie da nicht umstimmen. - Also bleiben Maggi und ihre Tante auf dem Schloss.
Zunächst scheint Maggi da vor einem unlösbaren Problem zu stehen. Denn mit der Bussgruppe ist auch eine Gruppe von Jungmanagern angereist, die sich von Anfang an für etwas Besseres halten und das Maggi durch diverse Sticheleien auch spürten lassen. - Doch Maggi muss und will hart bleiben. Im Gegenteil, als sie mit ihrer Tante einen Spaziergang macht und einer dieser Juppies einen Golfball so unglücklich abschlägt, dass es die Schläfe ihrer Tante trifft, ist sie sogar in der Lage, ihn richtig runter zu putzen. - Von da an, beginnt so etwas wie ein Urlaubsflirt mit einem dieser Leute. - Im Laufe der Geschichte zeigt sie diesem auch, was Leben bedeutet und was sie darunter versteht. Und das Wunder geschieht, er lässt sich sogar darauf ein.

Aber nun mal wieder zurück zum Schloss: In dem Schloss geistert ein Kater rum. Ein Geisterkater, den Maggi sehen kann und von dem sie auch den Namen „McTiger“ raus bekommt. Das verschreckt den Kater zunächst gewaltig, er zieht sich zurück, entdeckt neue Formen des Spukens, in der er „Grippelkisten“ manipuliert. Doch dann gewöhnt er sich an Maggi und sieht seine Chance in der Erlösung.
Maggi kommt mit Hilfe des Gärtners so langsam auf die ganze Geschichte des Schlosses. Sie weiß um das Blutbad, welches hier geschehen ist und wie McTiger da mit drin hängt. Sie erfährt, dass doch nicht gesamte Familie ausgelöscht wurde, sondern ein Mädchen überlebt hat. Und dann kommt etwas ganz Unerwartetes. Maggi selber ist ein Spross dieser ursprünglichen Herren des Schlosses und der Gärtner enpuppt sich nicht nur als Globetrotter sondern auch als ehemaliger Geliebter ihrer Tante. - Die Tante selber rückt irgendwann mit der Sprache raus und erzählt Maggi die ganze Geschichte.
Das Ende war dann mehr oder weniger voraus zu sehen. Zumal man ja auch Szenen aus der Gegenwart in den Text mit eingestreut hat. Trotzdem war ich gerührt und war enttäuscht, als es dann wirklich am glücklichsten Ende alles ein Ende hatte und ich am Schluss des Buches angelangt war.

Ich denke mal, diese „Andrea Schacht“ sollte ich mal im Auge behalten. Es könnte gut sein, dass ich mit ihr ein neue Richtung Buch entdeckt habe. Auch Familiengeschichten können, wenn sie interessant geschrieben sind, wirklich ziemlich interessant sein.
Ansonsten war die Story kurzweilig, interessant, hatte etwas mystisches und ging beim Lesen wirklich sehr gut voran. Frau Schacht hat es echt drauf, Geschichten interessant wieder zu geben. Ich möchte wetten, die hat noch mehr davon geschrieben....

Eine Leseprobe gibt es wieder auf meiner WEBSITE.


Wir lesen uns!