Samstag, 1. Februar 2014

Richard Laymon - „Nacht“

ISBN: 978-3-453-67536-0

Bisher habe ich in diesem Jahr nur „echte" Bücher gelesen. Aber dann war mir auch mal wieder nach einem bequemen E-Book. Und da hatte ich einmal mehr ein Werk von Richard Laymon auf der Liste. Dieser Autor hat eine unheimlich faszinierende Art zu schreiben. Vollkommen harmlose Situation verwandelt er in das pure Grauen.
So auch in diesem Fall:
Alice hütet das Haus von ihrer Freundin und deren Ehemann. Das hat sie schon öfter getan, da sie bei ihnen über der Garage eine kleine Wohnung hat.
Doch diesmal schlittert sie dabei in eine furchtbar blöde Sache hinein. Denn gerade als sie sich in ihre Wohnung begeben will, badet ein fremder Mann nackt im Pool. Alice fühlt sich bedroht und sucht, nach einer Waffe, der Mann wird auf sie aufmerksam.
Im Augenblick der größten Bedrohung klingelt auch das Telefon. Der Anrufer hat sich verwählt doch Alice spricht mit ihm, da sie hofft, dass er die Polizei ruft.
Es ist weiter nichts Schlimmes passiert aber die Nacht ist ja auch noch nicht vorbei. Denn der Anrufer (Tony) steht an der Tür, als Alice das Haus verlässt. Mit einem Säbel spaltet sie ihm den Schädel und muss nun seine Leiche irgendwie los werden.
Die Leiche bringt sie ja noch relativ schnell unter, aber als es dann um die Wahlwiederholung an Tony seinem Telefon geht, tappt sie in eine Falle und landet bei Judy. Judy ist die Frau die Tony ursprünglich anrufen wollte. Eine neue Lügengeschichte muss her, was die beiden Frauen dann aber in einen Wald führt, in dem Judy dann auch sterben soll. Auch dieser Plan misslingt, denn Judy ist plötzlich verschwunden.
Alice will nun die Wahlwiederholung von Tony unbrauchbar machen, wobei sie auf Murphy trifft. An ihn will sie ihre Geschichte verkaufen was aber auch, schief geht.
Als Alice auch hier Beweise vernichtet hat und das Auto von Judy los geworden ist will sie nur noch nach Hause und alles auf sich beruhen lassen. Doch zu Hause, wo zunächst alles friedlich scheint, ist der seltsame Mann vom Pool wieder da...

Etwas über 400 Seiten, die fesselnder kaum noch gehen. Und da soll noch mal einer behaupten, dass Houssitting ein easy Job ist. Man sieht an dem Beispiel von Alice, dass ein dummer Zufall richtig fatale Folgen haben kann.
Richard Laymon hat eine Art Fantasie an den Tag gelegt, die mich als Leser schon selber zweifeln lies, ob ich nicht selber ganz ähnlich reagiert hätte. Denn wenn ich ehrlich bin, kann ich auch nicht so ganz daran glauben, dass die Polizei. bei ihren Ermittlungen immer so richtig liegt.

Schade, dass der Autor bereits verstorben ist und keine weiteren Werke von ihm auf dem Markt erscheinen können. Um so mehr werde ich jetzt aber die Augen auf seine Werke offen halten!
Eine Leseprobe befindet sich wieder auf meiner Website.


Wir lesen uns!