Montag, 10. Februar 2014

Kerstin Gier - „Silber – das erste Buch der Träume“

ISBN: 3-841-42105-9

Kerstin Gier war mir noch von der Edelsteintrilogie in guter Erinnerung. Als mir dann "Silber" in die Finger kam, musste ich es einfach in meiner Leseliste zwischen schieben. Die Liste ist einfach zu lang, als das ich den aktuellen Buchmarkt einfach außer Acht lassen kann. Naja, und dann sollte ja auch der Zweite Band bald folgen. Noch ein Grund, mit dieser Lektüre unverzüglich zu beginnen.

Die Protagonistin zieht mit ihrer Schwester mal wieder der Arbeitsstelle der Mutter hinterher. Diesmal verschlägt es sie nach London, wo ihnen doch ein Häuschen mit Garten auf dem Land versprochen wurde. Doch die Ursache für die Planänderung entpuppt sich als Mann an der Seite der Mutter. Er interessiert sich gefährlich für die Interessen der Kinder. Das kann nichts Gutes bedeuten. - Und genau die Bombe platzt auch am Abend des ersten Schultages. Die Familie soll zusammen in das Haus des Mannes ziehen. Doch auch die Tochter des Mannes ist damit nicht wirklich einverstanden.
Viel merkwürdiger ist da der neue Stiefbruder. Er scheint nur mit sich und seinem Telefon beschäftigt zu sein und außerdem ist da dieses Tattoo auf seinem Unterarm. Das seltsame Telefonat tut noch sein Übriges und als die Mädchen wieder zu Hause sind, taucht nicht nur der neue Stiefbruder im Traum der Protagonistin auf, sondern gleich seine gesamte Gang und alle scheinen sie an einem seltsamen Ritual teilzunehmen, in dem Liv auch noch eine Auserwählte sein soll. (Liv ist die Protagonistin. Ihr Name fließt nur sehr beiläufig in die Handlung ein.)
Am Ende findet sich Liv als Mitglied der Jungensgang wieder. Sie lernt das „Spiel" kennen, welches sie spielen und willigt ein, dabei auch einen Part zu übernehmen.
Doch dieses ganze Gerede von einem Dämon entpuppt sich ausgerechnet auf dem Herbstball als großes Missverständnis. Liv macht einen entscheidenden Fehler, den sie am Ende mit ihrem leben bezahlen soll.
Die Traumwelt – so schön ist es, wenn man sich in seinen Träumen gegenseitig besuchen kann. Allerdings sollte man damit wirklich sehr vorsichtig sein. So ein Traum kann mehr über einen selbst verraten, als einem lieb ist.

Wow, so gefesselt war ich selten von einem Buch. Gleich von Anfang an hielt mich die Handlung in ihrem Bann nur, um sich dann in eine vollkommen fantastische Richtung zu wenden. - Eine Richtung, die man am Anfang so erst einmal nicht erwartet hat.
Ich beneide Frau Gier um ihre Fantasie. Auf so eine Idee mit der vollkommen realen Traumwelt muss man auch erst einmal kommen. Ich jedenfalls bin gespannt wie ein Flitzebogen, was die nächsten beiden Bände noch alles bringen werden. In gewisser Weise ärgere ich mich auch über mich selber, denn nun muss ich warten, bis Band 2 der Trilogie erscheint. - Aber das habe ich einzig meiner eigenen Ungeduld zuzuschreiben. Ich hätte ja auch einfach warten können, bis die komplette Trilogie auf dem Markt ist.

Eine Leseprobe habe ich natürlich wieder auf meiner Website.


Wir lesen uns!