Montag, 17. Februar 2014

Deon Meyer - „Der Atem des Jägers“

ISBN: 978-3-8412-2017-2

Und wieder ein Punkt von meiner Leseliste: Der Atem des Jägers.
Es ist gar nicht verkehrt, eine Leseliste zu haben. so verliert man keine Zeit für die Auswahl der Bücher. Einfach eins beenden und gleich das Nächste beginnen. So läuft man nicht Gefahr, dass einen die Wirklichkeit zu sehr einholt oder der Feierabend vielleicht sogar laweilig wird...

Ein Junge wird an einer Tanke erschossen. Die Täter werden gefasst und nach einer Gerichtsverhandlung inhaftiert. Der Vater jedoch, der auch schon die Mutter des Jungen verloren hat, verliert jeglichen Boden unter den Füßen. Er glaubt nicht mehr an irgend eine Gerechtigkeit von einem System. Und schon gar nicht mehr, als einer der Täter aus dem Gefängnis fliehen kann.
Grissel ist Bulle. Ein Bulle mit einem Alkoholproblem. - Eines Morgens wacht er auf, weil seine Frau ihn aus dem Schlaf geholt hat, und bekommt von ihr die Pistole auf die Brust gesetzt. Sie setzt ihn vor die Tür und verlangt eine Entscheidung von ihm. Entweder sie und die Kinder, oder der Alkohol. Den Job lässt sie als Entschuldigung nicht mehr durchgehen. Also verlässt Grissel das Haus um auf Arbeit zu gehen, in dem wissen am Abend kein Versteck für seine Pulle zu haben.
Trotzdem seine Frau ihn raus geschmissen hat versucht er weiter, zu machen, wie gewohnt. Es gilt aufzuklären, wer die Kinderschänder auf freiem Fuß nach immer dem selben Schema umbringt.
Gleichzeitig sitzt eine Prostituierte bei einem Pfarrer und erzählt ihm ihre Geschichte. Diese hat auch etwas mit den Ermittlungen von Grissel zu tun, denn sie hat ihrem Freier Carlos einen Kindermord bzw. eine Entführung angehängt. Den hatte es aber nicht gegeben.

Irgendwie habe ich dieses Buch als riesengroßes Durcheinander empfunden. Die Handlungsstränge liefen nebeneinander her, hatten mal gar nichts, dann ein wenig miteinander zu tun. Zum Schluss wechseln Orte und Personen in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Zu dem Zeitpunkt hatte ich es allerdings schon aufgegeben, da noch hinterher kommen zu wollen. Den Text habe ich nur noch überflogen, weil ich das Buch doch zu Ende lesen wollte. So war mir auch das Ende nicht wirklich klar. Die Nutte ist ausgestiegen, irgendwie. Die Bösewichte waren irgendwie einem Blutbad erlegen und dieser Grissel hatte einen neuen Fall und trinkt wohl auch wieder. Irgendwie so, auf jeden Fall.

Einmal und nie wieder, dieser Autor, war hier mein klares Fazit. Die Leseprobe gibt es trotzdem wieder auf meiner Website.


Wir lesen uns!