Montag, 27. Januar 2014

Simon Beckett - „Voyeur“

ISBN: 978-3-499-24917-4

Als ich das Buch begonnen habe, wusste ich, erst einmal nicht, dass dieser Titel gar nicht zur Jack Hunter - Reihe gehört. Das sorgte dafür, dass ich erst einmal ein wenig enttäuscht war. Aber mit dem Lesen habe ich dann doch begonnen.
Gleich vorweg: So gut wie Jack Hunter war es nicht. Vielmehr hat diese Story so ihren ganz eigenen Reiz.

Es geht um einen eigentlich Ziemlich verschrobenen Mann. Er hat eine Galerie und eine Assistentin. Diese Assistentin wiederum hat einen Freund, den der Mann aber, sehr unpassend findet. Und als die beiden dann auch noch gemeinsam nach Amerika gehen wollen ist der Mann, entschlossen, dass so nicht Zuzulassen.
Zeppo kommt ins Spiel. In welchem genauen Verhältnis er zum Galeriebesitzer steht, war für mich nicht heraus zu lesen. Es kann auf keinen Fall eine Freundschaft im herkömmlichen Sinne sein. Denn seine Freunde erpresst man für gewöhnlich nicht.
Jedenfalls soll Zeppo erst Anja, die Assistentin verführen. - Zeppo gibt sich auch alle Mühe, aber Anja bleibt ihrem Freund treu. Den Freund hat man aber zwischenzeitlich aus einer Schwulenbar kommen sehen. - Die Männer ziehen die falschen Schlüsse und Zeppo soll sich nun an ihn ran machen, was am Ende aber auch nicht klappt.
Plan C sieht dann die Ermordung des Freundes vor. Die beiden glauben, dass sie das perfekte Verbrechen geplant haben. - Anna vermisst ihren Freund natürlich und meldet ihn als vermisst. Als die Polizei aber untätig zu bleiben scheint schaltet, sie auch noch einen Detektiv ein.
Zum guten Schluss schaltet sich dann auch der Vater des Mordopfers ein. Er macht keinen Hehl daraus, dass er Anna nicht leiden Kann und lässt sie das auch spüren.
Der Besitzer der Galerie leidet in der Zeit Höllenqualen. Er hätte Anna gern ständig um sich, darf sich aber nicht verraten. Er versucht seine Gewissensbisse durch großzügige Angebote zu vertuschen und muss doch ständig Angst haben, dass er dadurch unbewusst die Polizei auf den Mord bringt.

Weiterhin gilt es aber auch, das Vorhaben weiter voran zu treiben.

Der Schluss hat ja dem Buchtitel mal alle Ehre gemacht. Am Anfang schien die Handlung nur so larifari dahin zu plätschern, dann der Mord, der in dem Moment so gar keinen Sinn für mich gemacht hat und das wirklich sehr seltsame Verhalten des Galeriebesitzers. - Es braucht wirklich bis zu den letzten Seiten, biss sich alles verständlich aufdröseld.
Fast am Stück habe ich das Buch gelesen. Die Handlung hat mich auf wirklich seltsame Weise gefesselt und nicht mehr los gelassen. Meine Umwelt war ausgeblendet und die Handlung lief wie ein Film vor meinem geistigen Auge ab. So betrachtet war das Buch echt klasse.

Also mich hat das Werk überzeugt. Und dem Autor bin ich ja schon etwas länger verfallen. Wenn euch aber diese Lobeshymne hier nicht reicht, habe ich auf meiner Website wieder eine Leseprobe abgetippt.


Also Leute, wir lesen uns!