Mittwoch, 15. Januar 2014

Besuch der Greifenwarte am Rennsteig

Ich wollte euch ja noch etwas von unserem Sonntagsausflug berichten. Ein Tag, der mir noch in langer Erinnerung bleiben soll.

Wir hatten dann also schön Mittag gegessen, die Küche aufgeräumt und sind dann los.

Unser Ziel wer die "Falknerei am Rennsteig". Ein kleines Familienunternehmen, von dem ich bis dato nichts wusste. 
Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist die ganze Sache ja schon rein landschaftlich ein wirklicher Hinkucker. Und da wir an dem Tag dann auch noch wunderbares Wetter hatten, konnte ja nun wirklich kaum noch was schief gehen.
Uns erwarteten die verschiedensten Greifvögel in Käfigen oder, wie das auf dem Bild zu sehen ist, auf solchen Holzbalken. Die waren über ihre Füße bzw. Beine an einer Laufschnur fest gemacht. So konnten sich die Tiere selber aussuchen, ob sie jetzt hier draußen sitzen wollten, oder ob sie sich lieber in ihre jeweilige Holzhütte verkriechen sollten. Die Schneeeulen haben mich ja am meisten fasziniert. Ich musste sofort an Harry Potter seine "Hedwig" denken.

Wir waren recht zeitig dort, und die Flugshow sollte erst in einer Stunde beginnen. . So sind wir mit dem Kommissar noch ein Stück durch den Wald gestapft. - Da wir ja ein ganzes Stück höher lagen, als da wo wir wohnen, war es um einige Grad kälter. Aber irgendwie hat dann die Natur so eine eigentümliche, aber faszinierende Starre an sich. War schön.

Um 15.00 Uhr war dann die Flugshow. Das ist für die Tiere gleichbedeutend mit der Fütterung. Dem entsprechend kam auch einige Unruhe in die Geschichte, als die Pfleger begannen, die Tiere in ihre Häuschen zu locken. Später haben sie uns erklärt, dass sie die Tiere zum eigenen Schutz immer weg sperren, wenn einige frei fliegen. Mitunter stehen die wohl gegenseitig auf dem Speisezettel. 

Weiterhin wurde in der Show so einiges über das Verhalten, den Speiseplan und zum Training erzählt. Die Tiere flogen auf uns zu, von uns weg, liefen zwischen den Beinen der Besucher herum und vieles mehr. 
Natürlich hatten wir auch Kontakt zu einigen Exemplaren. Und um euch das zu zeigen, lüfte ich dann wohl mein "wahres" Aussehen hier zum ersten Mal. - Ich lasse jetzt einfach mal die Bilder sprechen.

Ein Schopfkarara auf meinem Kopf - ein Geier

wie dieser Geier heißt, weis ich leider nicht mehr. Er war jedenfalls ein Fliegengewicht.

Ein Uhu. Der hatte es gewichtstechnisch schon etwas in sich. 2,5 kg. Und dann auf der linken Hand, weil die Tiere immer links gewöhnt sind.

Also das mit dem Uhu hat mich ja am meisten geflasht. Der saß da einfach so ganz ruhig da. Kuckte mich an, kuckte wieder weg und ignorierte total die Lockversuche des Trainers, der ihn zum nächsten Gast locken wollte. Herrlich, einfach nur herrlich.

Naja, wir waren dann mächtig durchgefroren und sind wieder nach Hause, wo es sich wieder aufzuwärmen galt.

Und zum Abschluss noch ein "Geier" wo zumindest vom Bilder her den wohl jeder schon mal gesehen hat: