Samstag, 18. Januar 2014

Andreas Eschenbach - „Herr aller Dinge“

ISBN: 978-3-404-16833-0

Zunächst einmal war das Buch ein Zufallskauf. Es war im Laden so geschickt angestrahlt, dass der folierte Einband richtig verheißungsvoll geglitzert hat. Dass es ein Werk von Eschenbach ist, habe ich dann auch erst auf den Zweiten Blick gesehen. Naja, und Eschenbach gilt spätestens seit dem Jesusvideo als Autor 1. klasse.

Das war ja mal wieder ein ganz schöner Schinken. Das Papier der Seiten war zwar dünn aber bei über 600 Seiten kommt auch da ein ganz schöner Stapel zusammen. Dem entsprechend lies sich das Buch dann auch handeln. Aber da ich noch Urlaub hatte lag ich beim Lesen sowieso auf, der Couch. Und wenn ich das Buch irgendwo ablegen oder abstützen konnte war das auch, alles in Ordnung so.

Gefesselt hat das Buch von Anfang an. Obwohl es sich am Anfang fast nur um zwei Kinder drehte die unterschiedlicher, nicht sein konnten. Doch diese Freundschaft die sich so ganz selbstverständlich entwickelt hat war schon richtig amüsant. Und dann noch die Gabe die Herr Eschenbach dem Mädchen gegeben hat. Passte ja nicht wirklich zu der Rolle der Protagonistin, fügte sich aber trotzdem richtig gut in die Handlung ein. Spannung, wie sie für Eschenbach im Grunde genommen typisch ist.
Natürlich hat sich die Handlung auch weiter entwickelt. Die beiden Freunde haben sich zunächst aus den Augen verloren. Das Leben des Jungen hat sich irgendwann dramatisch verändert, als er doch irgendwann seinen Vater kennen lernt. Er nutzt seine Chance.
Beide verschlägt es unabhängig voneinander nach Boston, wo sie studieren. Hier keimte bei mir die Hoffnung auf, dass sie doch noch zusammen kommen. Die Hoffnung war allerdings vergebens, denn beide brechen ihr Studium ab, als sie sich wirklich näher kommen. Jeder beschreitet seinen Weg mehr oder weniger erfolgreich. Es vergehen wieder einige Jahre bis sie sich, wiedersehen.
Hiroshi, inzwischen ein sehr erfolgreicher Forscher auf dem Gebiet der Nanotechnologie, zeigt seiner Sandkastenliebe seine Erfindungen. Er glaubt. aus einem richtigen Weg zu sein, doch das Experiment geht schief. Die Forschungen werden beendet und Hiroshi forsch im Alleingang und am Computer weiter.
Charlotte kann in der Zeit an einer Expedition teilnehmen. Dabei entdecken sie aber etwas sehr unheimliches. Das kostet sie allerdings um ein Haar das Leben. - Das was man da allerdings findet, erinnert Charlotte an eben jene Erfindung von Hiroshi, die dann aber während dem Rücktransport verschwunden ist.
Hiroshi wird hinzu gerufen, kann durch einen Zufall auch helfen. Er entdeckt Parallelen zu seiner Erfindung und forscht weiter. Dazu zweigt er sich ein paar dieser Nanos ab und entwendet sie quasi. Er forscht, hat Erfolg, übertreibt aber bei seinem Test. So sind die ersten Verfolger hinter ihm her. - Hiroshi bemerkt das und tritt die Flucht an.
Auf der Flucht forscht er weiter und will versuchen ein Umweltproblem zu lösen. Das geht aber auch nach hinten los . Hiroshi tritt erneut die Flucht an und schmiedet hier einen finalen Plan. Denn eines hat er inzwischen begriffen: Er ist der Herr aller Dinge.

Ich bereue die Lektüre so gar nicht. Genau genommen habe ich es förmlich gefressen. Ein echter Vorteil, dass ich Urlaub hatte und durchaus genug Zeit zum Lesen.

Eine Leseprobe hat es wieder auf meiner Website. So könnt ihr abchecken ob das Buch eventuell etwas für euch ist.


Wir lesen uns!