Mittwoch, 18. Dezember 2013

Jim Butcher - „Wolfsjagd“

ISBN: 3-42663-441-4

Und schon ist mir wieder ein Band von Harry Dresden in die Finger gekommen. Dabei hatte ich damals schon gesagt, dass ich damit auch nicht wirklich viel anfangen kann. - Jetzt habe ich aber wieder einen gelesen und bin mit dem irgendwie wesentlich besser klar gekommen. Vom Thema her, der magischen Jagd nach Verbrechern um ganz normale Chicago, war es das Selbe wie beim letzten Mal. Aber irgendwie hat es sich diesmal wesentlich besser lesen lassen. Ich war von Anfang an richtig in der Handlung drin, bin gut mitgekommen und war dann sogar regelrecht gefesselt. - Wirklich seltsam, wie unterschiedlich man doch zwei Werke von ein und demselben Autor empfinden kann.

Harry Dresden ist knapp bei Kasse. Die Polizei hat ihn in letzter Zeit kaum noch als Berater angefordert. Dem entsprechend wenig hat er dann auch verdient. So lässt er sich von Kim zum Essen einladen. Was allerdings mächtig in die Hose geht, weil Kim im Gegenzug Informationen von ihm haben will, die aber zu gefährlich für sie sind.
Und dann steht Murphy im Restaurant. Ehe sich Harry so recht auf die neue Situation einstellen kann, ist er schon in den aktuellen Fall der Mordserie hinein gezogen.
Es wurden schon mehrfach total zerfetzte Leichen gefunden. Am aktuellen Fundort findet Harry auch wolfsähnliche Pfotenabdrücke. - Er geht von Wehrwölfen aus und macht dann auch schnell mit Hilfe von Magie die ersten Entdeckungen.
Doch was den eine freut, weil er Hilfe bekommt, verärgert andere wieder immens. Harry wird selber zum Gejagten und muss sich am Ende mit einem Rudel Werwölfen verbünden, um überhaupt eine Chance zu haben.

Dieser Harry Dresden ist wirklich ein wahres Wunderwerk von Mensch. Nicht nur, dass er magische Kräfte besitzt, so scheint er auch einen unerschöpflichen Vorrat an menschlicher Energie scheint ihm zur Verfügung zu stehen. Er steigt schon mit einer Verletzung in die Handlung ein und erleidet in den Kampfszenen auch die eine oder andere Verletzung. Trotzdem rappelt er sich immer wieder auf und kämpft weiter... Aber das ist wohl auch der fantastische Teil dieser Story. In einen normalen Krimi wäre das absolut unglaubwürdig gekommen.
Bis auf die Tatsache, dass viel von seinen Schmerzen und Leiden geredet wird, fließt die Handlung schön sacht vor sich hin. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Genau so, wie man es braucht. am die Lektüre schön entspannt zu genießen. Auch Beschreibungen von Orten und Personen zerreden die Handlung nicht. Sie fügen sich ganz passend in die Handlung ein und wohl dosiert.
Im Gegensatz zu meinem ersten Abenteuer mit Harry Dresden, bin ich von diesem hier besser angetan. Hier hatte ich diesen Kaugummieffekt bei der Handlung nicht .
Wenn mir jetzt noch einmal ein "Harry Dresden" unterkommen sollte dann bekommt er auf jeden Fall noch eine Chance von mir .

Eine Leseprobe gibt es, wie gewohnt, auf meiner Website!


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